Allgemeine Berichte | 15.04.2016

Geschichtsexkursion der Geschwister-Scholl Realschule plus nach Verdun

Tiefe Krater, bleibende Eindrücke

Die Besucher an der Kapelle des ehemaligen Dorfes Fleury.privat

Verdun. Die Klassen 10b, 10d, 9d und 9c der Geschwister-Scholl-Realschule plus aus Andernach fuhren an zwei Terminen gemeinsam mit ihren Klassenleitungen unter der Leitung des Geschichtslehrers Frank Matheis zum berühmtesten Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs, nach Verdun.

Bei der eintägigen Führung besichtigten die Schülerinnen und Schüler zuerst das im Minenkrieg 1915 völlig zerstörte Dorf Fleury, dessen tiefe Krater bei ihnen ebenso einen bleibenden Eindruck hinterließen wie das anschließend besuchte Zwischenwerk Thiaumont. Im Fort Douaumont zeigte Frank Matheis den Jugendlichen anschaulich, unter welchen Bedingungen die Soldaten auf diesem Schlachtfeld leben mussten. So boten der Waschraum ebenso wie die Entlausungskammer, der Geschützturm und ein „Schlafzimmer“ für die Schülerinnen und Schüler einen beängstigenden Einblick in die Vergangenheit. Es war unvorstellbar, dass so viele Menschen in so einem Raum schliefen, denn schon die jeweils zwei Klassen hatten darin stehend nur wenig Platz. Man konnte sich lebhaft vorstellen, wie schlimm es für die Soldaten gewesen sein musste, wenn Granaten auf die Festung niedergingen.

An der ehemaligen Pferdebahn besuchten die Schülerinnen und Schüler das einzige unterirdische Kriegsgrab deutscher Soldaten, welches wie alle deutschen Soldatenfriedhöfe vom Volksbund deutscher Kriegsgräber betreut wird. Dort legten jeweils Lara Nader (9d) und Fabian Spigunow (10d) und am anderen Termin Christine Bartz (10b), Lars Hennig (10b) und Siegwart Bliessner (9c) stellvertretend für ihre Schule ein Gesteck mit Widmung nieder, um der Toten zu gedenken.

Beeindruckend fanden die jungen Besucher auch den Nationalfriedhof mit seinen fast 17.000 Gräbern und dem darüber thronenden Gebeinhaus, durch dessen Kellerfenster man die Gebeine von über 130.000 unbekannten Gefallenen sehen kann. Der Rundumblick aus dem Glockenturm über das ehemalige Schlachtfeld zeigt auch heute noch die Narben, die der Krieg in der französischen Erde hinterlassen hat.

Mit einem Blick auf den gefallen Löwen von Souville endete dieser eindrucksvolle Tag auf dem Schlachtfeld von Verdun, das auch nach 100 Jahren deutlich Zeugnis vom Wahnsinn des Krieges gibt.

Die Besucher an der Kapelle des ehemaligen Dorfes Fleury.privat

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