Verein zur Förderung behinderter Kinder
Unterstützung für die PeTö-Therapie
Spendenübergabe von Bärbel van Boemmel an Vorstandsmitglied Manfred Platten
Andernach.Bärbel van Boemmel feierte runden Geburtstag und nahm diesen zum Anlass, bedürftige Kinder zu unterstützen.
„Ich freue mich, meine lieben Freunde, wenn Ihr meinen runden Geburtstag mit feiert, möchte aber jene nicht vergessen, die unserer Hilfe besonders bedürfen“, stand auf ihrer Einladung. Der Einladung, aber auch der herzlichen Bitte von Bärbel van Boemmel, sind die Gäste gerne gefolgt und spendeten dem „Verein zur Förderung behinderter Kinder“ - kurz „PeTö“ genannt - die beachtliche Summe von 1.190,00 Euro.
Unter „PeTö“ versteht man eine Therapiemethode nach Prof. Dr. med Andreas Petö (1863-1967), einem ungarischen Arzt und Neurologen, und ist als „Konduktive Förderung“ bekannt. Gefördert werden Kinder mit zerebralen Hirnschädigungen, die zum Beispiel durch Sauerstoffmangel bei der Geburt entstanden sind. Somit ist ein Teil des Zentralhirns nicht mehr funktionsfähig und kann die ihm zugedachten Tätigkeiten nicht übernehmen. Alltägliches wie Denken, Sprechen, Greifen, Sitzen stellen für die betroffenen Kinder ein oft unlösbares Problem dar. Die Konduktive (zusammenführende) Therapie ist ein ganzheitliches therapeutisches Konzept in der Hand einer Therapeutin (Konduktorin) und setzt sich aus Elementen der Pädagogik, Ergotherapie, Psychologie, Logopädie und Krankengymnastik zusammen. Die Kinder sollen lernen, kleinste Bewegungsabläufe oder Fähigkeiten wieder selbstständig auszuführen, um eine fortschreitende Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen.
Die Petö-Therapie hat sich im Andernacher St. Nikolaus Stiftshospital zu einer ständigen und anerkannten Einrichtung etabliert. Das Zentrum für Konduktive Therapie bietet die Therapie kontinuierlich sowie in Intensivtherapieblöcken an, wobei insbesondere die Intensivtherapiemaßnahmen während der Schulferien gerne wahrgenommen werden. Das Stiftshospital unterstützt den Verein seit der Gründung im Februar 1998, stellt Räumlichkeiten zur Therapie zur Verfügung, schließt Verträge mit Konduktorinnen und Therapeuten etc. Jedoch tun sich die Krankenkassen mit der Anerkennung dieser Therapieform aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Nachweise sehr schwer. So ist die Spendenbereitschaft eine unverzichtbare Hilfe und ermöglicht es dem Verein, bedeutsam zur finanziellen Entlastung der Eltern beizutragen.
