Allgemeine Berichte | 24.01.2016

Tierheim Andernach informiert

Vegetarisch oder vegan ins neue Jahr?

Andernach. Noch nie wurde so viel Fleisch verzehrt und wurden Tiere so sehr ausgebeutet wie heute. Gleichzeitig wächst in Deutschland die vegane und vegetarische Gemeinschaft. Warum also das neue Jahr nicht mal fleischlos starten? Im Internet unter vegan-taste-week.de finden sich viele einfache und schmackhafte Rezeptideen, die es lohnt, einfach einmal auszuprobieren, so informiert das Tierheim Andernach. Denn letztlich hat der Verbraucher die Macht. Mit seinem Konsumverhalten kann er die Situation der Tiere in der Landwirtschaft in Deutschland mit beeinflussen und somit ein Zeichen für mehr Tierschutz setzen.

Die Herstellung von Fleisch, Milch und Eiern hat heute mit Bauernhofromantik nicht mehr viel gemein. Tiere in der Landwirtschaft haben oft nur noch einen Preis und keinen Wert mehr. Sie werden in die Haltungssysteme hinein manipuliert, anstatt dass diese an die Bedürfnisse der Tiere angepasst werden. Rinder werden meist generell enthornt, Schweinen wird der Schwanz kupiert und Legehennen, Puten und Enten der Schnabel gekürzt.

Gewinnmaximierung

Gewinnmaximierung ist auch in der Tierzucht oberstes Ziel. Ergebnis sind rekordverdächtige hohe Leistungen, die allzu oft erhebliche Leiden für die Tiere bedeuten.

So erreichen Masthühner ihr Schlachtgewicht heute in nur sechs Wochen, doppelt so schnell wie vor drei Jahrzehnten. Durch die einseitige Überzüchtung der Tiere kann das Knochenwachstum nicht mehr mit dem schnellen Muskelwachstum Schritt halten. Bis zu 50 Prozent aller Tiere leiden unter Knochen- und Gelenkproblemen, bis hin zu schweren Deformationen. Die heute zur Mast eingesetzte Pute wiegt das Dreifache der Wildform und weist dementsprechend sehr ähnliche Probleme wie Masthühner auf. Legehennen können etwa 300 Eier pro Jahr legen – mehr als das Fünffache ihrer Vorfahren. Als Folge leiden sie oftmals an schmerzhaften Eileiterentzündungen und verstärkter Brüchigkeit der Knochen.

Fleischlos ernähren

Letztlich ist das Ersetzen tierischer Produkte durch pflanzliche der konsequenteste Weg hin zu mehr Tierschutz in der Landwirtschaft. Es gibt viele Möglichkeiten, sich fleischlos und ausgewogen zu ernähren.

Dank einer Vielzahl veganer und vegetarische Kochbücher wie auch der großen Menge an frei zugänglichen Rezepten im Internet ist die Auswahl an schmackhaften Alternativen nahezu unbegrenzt. Ersatz für Milch und Milchprodukte auf Soja-, Hafer-, Dinkel-, Reis- oder Nussbasis sind ebenso wie pflanzliche Brotaufstriche, Gerichte aus Soja (beispielsweise Tofu, Tempeh) oder Bratlinge aus Gemüse und Getreide mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt zu finden. Vor dem Hintergrund dieser Alternativen und den Verhältnissen in der landwirtschaftlichen Tierhaltung ist aus Sicht des Tierheims Andernach ein Überdenken der eigenen Konsumgewohnheiten ein guter Start ins neue Jahr.

Tierheim unterstützen

Wer das Tierheim Andernach besuchen und unterstützen möchte, ist willkommen. Die Öffnungszeiten sind täglich von 14 bis 17 Uhr. Das Spendenkonto Tierschutzverein Andernach u.U. e.V. hat die IBAN DE97576 5001 0002 0004 5443, BIC MALADE51MYN,

56626 Andernach, Augsbergweg 62, Tel. (0 26 32) 4 43 43.

Pressemitteilung

Tierheim Andernach

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Kommentare
25.01.201612:22 Uhr
Antonietta

Die Tierhaltung, und damit der Konsum tierischer Produkte, ist einer der Hauptverursacher für die größten Probleme unserer Zeit: vom Klimawandel über die Rodung der Wälder, bis hin zur Ressourcenverschwendung und Trinkwasserproblematik. Wenn Ihnen etwas an unserem Planeten liegt, leben Sie vegan.

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