Altersriegenkameraden Feuerwehr Andernach, Löschzug Miesenheim, besuchten Wallfahrtsort Fraukirch
Viel Geschichtliches und Wissenswertes zur Fraukirch
Miesenheim/Fraukirch. Der Wallfahrtsort Fraukirch mit dem benachbarten „Fraukircher Hof“ ragt wie eine Insel über den Ackerflächen der Pellenz und war im Frühherbst Ziel der Altersriegenkameraden Feuerwehr Andernach, Löschzug Miesenheim. Nach Kaffee und Kuchen besichtigten die Florianioldies die kleine „Basilika“ und wurden dabei begleitet und geführt durch Frau Geilen, Gründungsmitglied des Fördervereins der Mathias-Bruderschaft Fraukirch. Die „Fraukirch“ bei Thür steht auf den Grundmauern einer fränkischen Saalkirche aus dem 8. Jahrhundert. Der Sage nach wurde dort Genoveva beigesetzt und ihr zu Ehren eine Kirche erbaut. Im 12. Jahrhundert wurde die der Muttergottes geweihte Kirche in romanischem Stil erneuert und angebaut. Im 13. Jahrhundert erfolgte eine Erweiterung eines frühgotischen Altarraums. Seit dieser Zeit entwickelte sich „Fraukirch“ zum politisch-religiösen Zentrum der Pellenz. Auf ihren Altären wurden Urkunden, Verträge und Gerichtsurteile unterzeichnet. In die Zeit des Hochbarocks fällt die Errichtung der monumentalen Altartafel von 1664, die aus Tuffstein gefertigt wurde. Der Altar zeigt in zwei der Altarbilder die Verkündigung und die Aufnahme Mariens in den Himmel, mittig jedoch stehen die Szenen aus der Genovefa-Legende. Nach so viel Geschichtlichem und Wissenswertem zur Kirche, die die charmante „Domführerin“ kurzweilig und anekdotenreich erzählte, wurde eine extra angefertigte Kerze für Lebende und Verstorbene der Feuerwehrfamilie feierlich durch den Ältesten aus den Reihen der Brandschützer angezündet und gemeinsam ein Gebet gesprochen. Der Abend klang mit einem rustikalen Imbiss, nett und gut bewirtet vom Team des benachbarten Fraukircher Hofs, im Freien aus. Erst mit dem letzten Büchsenlicht verlegten die Helden des Feuers zum Standort Miesenheim zurück. Es bleibt zu erwähnen, dass auch ein kleiner Ausflug in die nähere Umgebung bleibende Eindrücke hinterlassen kann.
Anzünden der Feuerwehrkerze durch den „Ältesten“ der Miesenheimer Altersriege Heinz Rönz (l.).
