Liederkranzchöre Andernach
Vorweihnachtliches Konzert erfreute die Zuhörer
Andernach. Im gut gefüllten Mittelschiff der Christuskirche ließen die Zuhörerinnen und Zuhörer sich entspannt auf den Sitzen nieder und erwarteten das traditionelle vorweihnachtliche Konzert der Liederkranzchöre. Kreischorleiterin Barbara Nöst-Butz hatte die Männerchöre des Liederkranz, des MGV Miesenheim und des MGV Edelweiß Kell zusammengerufen, um mit ihnen ein internationales Programm schöner Weihnachtslieder einzustudieren.
Diese Lieder, gesungen von über 30 Männerstimmen, bereiteten dem Publikum sichtbar Freude. Strahlend erklang der „Hymnus“ von Friedrich Silcher und ohne die „Weihnachtsglocken“ von Sonnet wären die Zuhörer sicher nicht zufrieden gewesen. Aber auch das moderne „Hört den Jubel der Herzen zur Weihnacht“ gefiel.
Das Konzept für größere Auftritte Chorgemeinschaften zu bilden geht hörbar auf und trägt dazu bei die Männerchöre in kleineren Gemeinden zu erhalten.
Zwischen den mehrstimmigen Liedern forderte Barbara Butz das Publikum immer wieder auf, bekannte Weihnachtslieder mitzusingen, was dieses auch bereitwillig tat.
Eine stattliche Anzahl Sängerinnen bildet inzwischen den Frauenchor „Singiora“, der dem Liederkranz angeschlossen ist. Sie trugen sehr klangschön zwei- und dreistimmige Sätze aus verschiedenen Ländern vor, die das Publikum in vorweihnachtliche Stimmung versetzten. Das berühmte Lied „O Holy Night“ des französischen Komponisten „Adolphe Adam“, weltberühmt geworden durch Luciano Pavarotti, war sicher einer der Höhepunkte des Konzertes. Die „Christrose“ von Stolz und die warmherzigen Lieder von Michael Haydn zauberten ebenfalls ein Lächeln auf die Gesichter.
Pfarrer Schlenzig las eine neue Fassung des Korinther-Briefes, die Nachdenkliches zum Thema gedankenlose, kommerzielle Weihnacht beisteuerte. Neben den Vielfältigen Aufgaben als Begleiter trug Pianist Hanns-Jürgen Eimer das Klavierwerk „Clair de Lune“ von Claude Debussy vor und ließ den Flügel in der Kirche mächtig erschallen.
Es lag nahe, zum Ende des Konzertes beide Chöre zusammen singen zu lassen. Die Lieder „Immer wenn es Weihnachten wird“ und „Weihnachten“ waren dafür sehr gut geeignet und zeigten noch einmal den schönen Klang beider Gruppen. Kreischorleiterin Barbara Nöst-Butz hatte mit viel Sachverstand und Liebe ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und genoss sichtlich den dankbaren Applaus des Publikums.
