Sportliche Ehrung
Weibliche C-Jugend der JSG Weibern/Rhein-Nette ausgezeichnet - und steht trotzdem vor dem Aus
Die weibliche C-Jugend der JSG Weibern/Rhein-Nette wurde bei der Sportlerehrung in Andernach als Nachwuchsmannschaft des Jahres ausgezeichnet. Mit der Rheinlandmeisterschaft und der Regionalligaqualifikation feiert das junge Team beachtliche Erfolge, steht aber vor Herausforderungen bei der Hallennutzung.
Andernach. Die weibliche C-Jugend der JSG Weibern/Rhein-Nette durfte am Abend des 12.03.2026 im historischen Rathaus der Stadt Andernach zu Gast sein, um im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt Andernach zur Nachwuchsmannschaft des Jahres gekürt zu werden. Diese Auszeichnung ist Ausdruck einer fortlaufenden Erfolgsgeschichte. So gelang es der Mannschaft in der Saison 2024/25 ungeschlagen durch die Ligaphase zu kommen und im Final Four Turnier vor heimischer Kulisse in der Geschwister-Scholl-Realschulhalle in Andernach mit zwei souveränen Siegen die Rheinlandmeisterschaft perfekt zu machen. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass sich die Mannschaft in diesem Zeitpunkt zur Hälfte aus Spielerinnen des jüngeren C-Jugendjahrgangs und zur anderen Hälfte aus für die Altersklasse eigentlich noch zu jungen D-Jugendspielerinnen zusammensetzte.
Trotz dieses Altersdefizits setzte man sich als mit Abstand jüngste Mannschaft gegen die zum Teil doch deutlich ältere Konkurrenz durch. Für die aktuell noch laufende Saison 2025/26 gelang der Mannschaft die Qualifikation für die Regionalliga Rheinland-Pfalz/Saar, der höchsten Jugendspielklasse in der C-Jugend. Aktuell befindet man sich auf Platz 1 der Pokalrunde.
Trotz dieser hervorragenden Erfolge bleibt jedoch gerade aus Sicht der HSV Rhein-Nette ein Wermutstropfen. So muss die Mannschaft seit April 2025 sämtliche Trainingseinheiten und Spiele ausschließlich in der Weiberner Sporthalle austragen, da die in der Regionalliga verpflichtende Haftmittelverwendung in keiner der heimischen Hallen in Andernach bzw. Plaidt gestattet ist.
Herausforderungen bei Hallennutzung und Genehmigungen für zukünftige Saison
Seit über einem Jahr versucht die HSV Rhein-Nette für eine der in Kreisträgerschaft befindlichen Hallen eine Harzgenehmigung zu erwirken. In diesem Zusammenhang wurden Reinigungskonzepte und Strategien entwickelt, um die Harznutzung mit der anderweitigen Hallennutzung in Einklang zu bringen. Bei der zuständigen Kreisverwaltung Mayen-Koblenz stieß man bislang leider auf eher spärliche Mitwirkung. Immerhin wurde das Anliegen als Tagesordnungspunkt für die nächste Kreisausschusssitzung im Juni aufgenommen.
Bis zu diesem Zeitpunkt sind jedoch die Meldefristen für die kommende Regionalligasaison 2026/27 verstrichen. So bangt die weibliche C-Jugend aufgrund einer anstehenden Hallenrenovierung in Weibern um ihre Existenz und Spielfähigkeit in der kommenden Saison 2026/27. Nicht nur in Bezug auf die weibliche C-Jugend hat die HSV Rhein-Nette einiges zu verlieren. Über stetig gute Jugendarbeit und ehrenamtliches Engagement hat man es geschafft zahlreiche Kinder für den Handballsport zu begeistern und bereits in der kommenden Saison auch weitere Jugendmannschaften theoretisch in der Regionalliga an den Start bringen zu können.
Gefahr des Endes für leistungsorientierten Jugendhandball in Andernach und Umgebung
Doch ohne eine Heimspielstätte mit Harzgenehmigung ist dies nicht möglich. Es droht das Ende des leistungsorientierten Jugendhandballs in Andernach und Umgebung. Mangels Perspektiven und der fehlenden Möglichkeit das gesamte Spektrum des Handballsports abbilden zu können, wird man in Zukunft bereits in jungen Jahren viele Handballer/innen verlieren. Die Existenz der HSV Rhein-Nette ist in Gefahr. Ein herber Verlust für die Sportstadt Andernach droht. Hoffnung setzen die zahlreichen Nachwuchssportler/innen und der Verein in die Unterstützung des Oberbürgermeisters Christian Greiner, der sich zusammen mit dem städtischen Sportausschuss gegenüber der Kreisverwaltung für eine Bodenrenovierung mit anschließender Haftmittelerlaubnis einsetzen möchte.
