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St. Martins-Nachbarschaft

Wenn am Dom die Jecke danze

95. Geloog im Pfarrheim Maria Himmelfahrt

Wenn am Dom die Jecke danze

Prinz Albert I. und Prinzessin Katja I. begeisterten die St. Martins-Nachbarschaft.Foto: privat

14.02.2020 - 10:51

Andernach. Amtmann Herbert Lohrum konnte am 7. Februar im festlich geschmückten Pfarrsaal von Maria Himmelfahrt 65 Teilnehmer zum Geloog begrüßen. Dem Gedenken an die zehn im letzten Jahr Verstorbenen folgte der Bericht über das abgelaufene Jahr sowie eine Vorschau auf die geplanten Aktivitäten des neuen Jahres, nämlich die Sommerfahrt am 16. Mai nach Weilburg und zum Koptischen Kloster in Waldsolms-Kröffelbach sowie das Sommerfest am 30. August im Casino Ahsenmacher.

Nach seinem Bericht wurden der Schatzmeister sowie der Amtmann und der gesamte Schöffenstuhl auf Antrag des Kassenprüfers Dr. Bernd Eversmann einstimmig entlastet.

Dem folgte der Bericht der Vize-Amtfrau Simone Meyer-Gross über diverse Ereignisse des letzten Jahres in Andernach und dem Rest der Welt. Abgerundet wurden die Regularien schließlich durch die Schöffin Maria Annuß, die auszugsweise aus der Nachbarschafts-Chronik des Jahres 1969 vorlas.

Nun war es Zeit, sich für das folgende Programm mit Kartoffelsalat und Würstchen oder Käseschnittchen zu stärken.

Hildegard Görgen startete in den vergnüglichen Teil und besuchte mit einer Rennradtour markante Orte bzw. Kirchen in Europa. Aber so schön diese Kirchen auch waren, nichts konnte dem Mariendom das Wasser reichen, denn der ist ja „steinalt und atemberaubend schön“. Für ihre sportliche Topleistung erhielt sie vom Amtmann das „Gelbe Trikot“ übergestreift. Hildegard bedankte sich und legte noch eins drauf. Zusammen mit Rainer Helf sang sie das Lied der Pfarrjugend „Uns Dom“, das anlässlich des Rosenmontages 1961 von dem damaligen Kaplan Klaus Thoma kreiert worden war.

Den Höhepunkt des Abends bildete kurz darauf der Einzug von Prinz Albert I. „der Küchenbulle mit Tatütata“ und Prinzessin Katja I. „der Blue Star mit der klingenden Lyra“ samt Hofstaat und Patrick Stemmler als Mitglied des Festausschusses. Die Nachbarinnen und Nachbarn der St. Martins-Nachbarschaft bereiteten ihnen einen begeisterten Empfang. Mit einer maßgeschneiderten Ansprache begrüßte unser ewig junges Funkenmariechen, Schöffin Roswitha Henrichs, das Prinzenpaar. Prinz Albert I. war davon so tief beeindruckt, dass er vor Roswitha Henrichs und ihrem Vortrag „seinen Hut zog“. Nachdem Amtmann und Vize-Amtfrau dem Prinzenpaar und dem Hofstaat diverse Begrüßungsgeschenke überreicht hatten, sang man gemeinsam die heimliche Hymne unserer Vaterstadt „Kein Wort so schön wie Andernach“.

Dem nun folgenden Begrüßungswort des Festausschusses schloss sich Kanzler Michael an und überraschte in seiner Begrüßung die Anwesenden mit profunden Kenntnissen über die St. Martins-Nachbarschaft und deren Gründung vor 95 Jahren. Vieles bzw. fast alles war gesagt, aber trotz aller Vorreden fehlten Prinz Albert I. nicht die Worte für eine gekonnte Ansprache an das „närrische Martins-Volk“. Er kramte quasi im Schatzkästlein vergangener Jahre noch die eine oder andere Anekdote in Bezug auf die St. Martins-Nachbarschaft aus. Nach der Verleihung der Orden durch Festausschuss und Prinzenpaar stellte man im gemeinsam gesungenen Lied übereinstimmend fest, dass „Nachbarn etwas anderes sind als Leute nebenan“. Der Höhepunkt der Stimmung schien schon erreicht, aber Prinz Albert I. und sein närrischer Tross brachten noch eine weitere Steigerung. Prinzenpaar und Hofstaat samt Gefolge mischten sich unters närrische Volk und gemeinsam sang man das diesjährige Prinzenlied „Wenn in Andernach die Jecke danze“. Dem folgte noch lange nicht der Abschied, denn es gab noch jede Menge Gespräche der Nachbarn mit dem volksnahen Prinzen und seinem Gefolge.

Das Programm der Nachbarschaft ging nach dem Auszug der närrischen Reisegesellschaft weiter. Ein weiteres Prinzenpaar trat auf, wenn auch aus lange vergangenen Zeiten. Das Prinzenpaar der Jahre 1991/92, unsere Nachbarn Peter und Kuni Ziemons, schafften es mit ihrem Zwiegespräch die Stimmung hoch zu halten. Den Abschluss bildete Hildegard Görgen. Mit einem selbst gebastelten Orden, nämlich der Fastnachtskerze des Mariendoms, zeichnete sie ihre „Fans“aus. Schunkelnd und singend beendete die gut gelaunte Versammlung den Abend.

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Versteht man das unter Mäßigung politscher Aussage? Hier fallen Worte wie: politische Marionette, Neofaschisten im Werden, Demokratiefeinde, oberster Puppenspieler. Dieser Leserbrief ist eine einzige, widerwärtige Schmähung aller politischen Mitbewerber. Die Vorgänge sind schlimm, wenn sie dann wahr sind, rechtfertigen aber nicht diese Art der Darstellung. Im Übrigen, wenn Politik ein schmutziges Geschäft ist und das zeigen die letzten Personenwahlen in Brüssel überdeutlich die von ganz anderer Tragweite sind, dann wollen wir doch nicht so tun als sei dies neu. Die Aufregung der Bürger in den letzten Jahren hat leider nicht dazu geführt die politisch Verantwortlichen in Stadt, Land und Bund zu läutern, im Gegenteil, die angewandten Strategien werden, nachgeschärft, verfeinert und damit weiter angewandt.
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