Evangelische Kirchengemeinde Andernach
„Wir helfen einander“
Gemeindeaktion wird ausgeweitet
Andernach. Für viele Menschen war das Osterfest oder auch das Ende der Osterferien ein Fixpunkt innerhalb der Corona-Krise. Mitte, Ende April – bis dahin gelten die Einschränkungen und Kontaktverbote im Alltag. Doch wird das „normale“ Leben wieder auf einen Schlag anlaufen? Wohl kaum, darüber herrscht sowohl bei Medizinern als auch in der Politik Einigkeit. Erste Lockerungen kommen, doch vieles bleibt noch verboten.
„Wir wollen die nächsten Wochen, jetzt nach Ostern, nicht aus dem Blick verlieren“, sagt Pfarrer Andreas Horn von der evangelischen Kirchengemeinde in Andernach. Horn hat in den letzten Jahren zusammen mit einem Team von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die Gruppe „Diakonie unterwegs“ ins Leben gerufen. Einmal in der Woche besuchen die Ehrenamtler ältere Menschen in Andernach, führen Gespräche, übernehmen kleinere Besorgungen. „Natürlich haben wir mit denjenigen, die wir regelmäßig besuchen, telefoniert, um abzuklären, ob sie in diesen besonderen Zeiten Unterstützung benötigen“, so Horn. „Alle mit denen wir gesprochen haben, konnten auf Familie oder Nachbarn bauen.“
Doch womöglich, so die Sorge der Kirchengemeinde, wird die Bereitschaft zu helfen nachlassen, je länger die Krise dauert. Ein Virus hat eben kein „Ablaufdatum“.
Deshalb hat man sich dazu entschlossen, unter dem Motto „Wir helfen einander“ die Gemeindeaktion der Gruppe „Diakonie unterwegs“ auszuweiten. „Wer Hilfe beim Einkaufen benötigt oder Medikamente aus der Apotheke braucht, der soll sich bei uns melden“, erklärt Pfarrer Jürgen Gundalin, Vorsitzender des Presbyteriums, die Idee. „Rufen Sie uns an, wir versuchen, möglichst schnell und unkompliziert zu helfen.“
Die Kirchengemeinde hat mehr als 200 ehrenamtlich engagierte Gemeindemitglieder, in der Jugendarbeit gibt es ehrenamtlich tätige Teamer, dazu die Gruppe der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Genügend Hände, um eine solche Aktion umzusetzen.
„Wer Unterstützung beim Einkaufen benötigt, ruft einfach im Gemeindeamt an. Die Rufnummer lautet: (0 26 32) 9 45 76 00“, sagt Jürgen Gundalin.
„Wir helfen einander“ – eine Aktion, die auch ein Zeichen setzen will, dass man gemeinsam schwierige Zeiten bewältigen kann, auch wenn diese noch länger als nur bis Anfang Mai dauern sollten.
