Politik | 11.10.2015

Landesvorsitzende Lilli Lenz beim dbb Kreisverband Ahrweiler

„ Ende der Willkür im Besoldungsrecht“

Die Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb) Rheinland-Pfalz Lili Lenz. Privat

Bad Neuenahr. Die Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb) Rheinland-Pfalz besuchte den dbb-Kreisverband Ahrweiler. In einer gut besuchten Veranstaltung referierte sie unter dem Thema „ Ende der Willkür im Besoldungsrecht“. Vor Vertetern der verschiedenen Fachverbände des dbb stellte sie die Positionen des dbb zu den aktuellen Problemen und Herausforderungen des öffentlichen Dienstes in Rheinland-Pfalz dar. Nachdem die Landesregierung die fünf jährige Beschränkung der Erhöhung der Beamtenbesoldung um jeweils 1% aufgehoben hat, stellt sich jetzt die Frage, wie der öffentliche Dienst zukünftig als Arbeitgeber für Nachwuchskräfte in Konkurrenz zur Privatwirtschaft attraktiv bleibe. Besonders die aktuelle Flüchtlingsproblematik zeige, dass eine ständige Reduktion der Mitarbeiterzahlen zu einer Überlastung des Personals führe und das Land und die Gemeinden ihre Aufgaben nur unzureichend erfüllen können. Das Tarifeinheitsgesetz wird vom dbb abgelehnt, da viele damit zusammenhängende Fragen bisher ungeklärt sind. So ist zum Beispiel unklar, wie im öffentlichen Dienst ein Betrieb definiert wird, für den die jeweils stärkste Gewerkschaft die Tarife zu verhandeln hat. Da in der Vergangenheit Verschlechterungen von Leistungen für Tarif-Beschäftigte auf die Beamten übertragen wurden , setzt der dbb sich jetzt dafür ein, dass Verbesserungen, wie die Regelungen zur Mütterrente und zur Rente mit 63 Jahren auch für die Beamten gelten sollen. In ihrem kurzweiligen Vortrag ließ Lilli Lenz Anekdoten und Interna aus der Vorstandsarbeit des dbb, aus Tarifverhandlungen und Gesprächen mit Politikern einfließen. In sehr klaren Worten sparte sie nicht an Kritik an personalpolitischen Entscheidungen der Landesregierung, und forderte die Mitglieder des dbb auf, sich verstärkt an der Mitarbeit zu beteiligen, um weitere Verschlechterungen der Rechte von Beschäftigten und Beamten im Öffentlichen Dienst abzuwehren. Der dbb-Kreisvorsitzende Helmut Kremer bedankte sich bei Lilli Lenz für den Besuch im Kreis Ahrweiler. Lilli Lenz lobte Helmut Kremer als Beispiel für einen engagierten Mitstreiter, der sich seit vielen Jahren aktiv in die ehrenamtliche Arbeit des dbb einbringe.

Pressemitteilung dbb

Kreisverband Ahrweiler

Die Landesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb) Rheinland-Pfalz Lili Lenz. Foto: Privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
    Garten- und Landschaftsbauer / Mitarbeiter Grünpflege (m/w/d) gesucht
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0354#
Referent/in (w/m/d)
Stellenausschreibung Lagermeister / Lagermitarbeiter
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Nach dem Angriff mit Schlägen und Tritten auf einen 60-Jährigen, fahndet die Polizei nun nach den unbekannten Jugendlichen.
1784

Erst provozierten sie den Hund, dann schlugen sie zu

07.03.: Bonn: Jugendliche nach brutaler Attacke auf 60-Jährigen gesucht

Bonn. Die Bonner Polizei sucht derzeit mithilfe eines Fotos nach vier Jugendlichen, die im Verdacht stehen, am 07. März 2026 einen 60-jährigen Mann in der Sternstraße in Bonn angegriffen zu haben. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr, als ein zunächst verbaler Streit zwischen dem Geschädigten und den Jugendlichen eskalierte. Auslöser des Streits war das fortwährende Provozieren des Hundes des Mannes durch die Jugendlichen.

Weiterlesen

Symbolbild.
279

Einbruch am hellichten Tage – schnelles Eingreifen der Polizei führt zur Festnahme

17.06.: Schnelle Festnahme nach Wohnungseinbruch in Polch

Polch. Am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, ereignete sich gegen 12:20 Uhr ein Tageswohnungseinbruch in einem Einfamilienhaus im Stadtgebiet von Polch. Die örtliche Polizeidienststelle wurde umgehend über den Vorfall informiert.

Weiterlesen

Seit 10 Jahren unverändert: die Behelfsbrücke bei Birresdorf.
899

Entnervte Bürger, volle Aktenordner und kein Vorankommen:

Grafschaft: Bürger warten schon seit zehn Jahren auf eine neue Brücke

Grafschaft-Birresdorf. Zugegeben, das Projekt ist kompliziert und komplex: vor zehn Jahren rissen Wassermassen eine Brücke der L79 bei Birresdorf mit sich. Es kam eine einspurige Behelfsbrücke und es begannen Planungen: ein Regenrückhaltebecken, über dessen Damm die nun begradigte Straße samt neuem Radweg geführt werden soll. An ihrem Ende ein Kreisel. Im Jahr 2020 waren die Planungen im Ringener...

Weiterlesen