FWG Brohltal nominiert Johannes Bell erneut zum Bürgermeisterkandidaten
100 Prozent Zustimmung - ein Traumergebnis für den Amtsinhaber
Kempenich. Die Freie Wählergruppe (FWG) steht bei der Wahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Brohltal am 10. Mai zu 100 Prozent hinter Amtsinhaber Johannes Bell. Bei der Mitgliederversammlung im „Gasthof Bergweiler“ in Kempenich erhielt er von allen stimmberechtigten Teilnehmern ein uneingeschränktes Ja.
50 Mitglieder waren der Einladung vom Vorsitzenden der FWG Brohltal, Elmar Dölle, gefolgt, zu denen sich weitere Gäste gesellten. Unter ihnen waren auch Kreisvorsitzender Hans Boes sowie der zweite Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch. Dölle leitete souverän die Versammlung und achtete penibel darauf, dass alle formellen Voraussetzungen beachtet wurden. Nach Eröffnung, Totenehrung und Wahl der für den Ablauf und die Durchführung benötigten Helfer gab er dem vorgeschlagenen Bewerber, dem amtierenden Bürgermeister Johannes Bell, die Gelegenheit zur Vorstellung.
Sein beruflicher Werdegang
Zunächst betonte Bell die öffentliche Einladung und damit gewollte Transparenz der Versammlung. Anschließend gab er einen lückenlosen Überblick über seinen Lebenslauf, seine Brohltaler Herkunft und seine berufliche Entwicklung.
Nach dem Hauptschulabschluss 1982 in Niederzissen besuchte er erfolgreich die Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Anschließend machte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und absolvierte ein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt. Er arbeitete bei der Kreisverwaltung Ahrweiler und im Bundesentwicklungsministerium in Bonn, bevor er am 3. Juni 2007 zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal gewählt wurde. Während dieser Zeit hat er sich auf kommunaler Ebene kontinuierlich nach oben gearbeitet. FWG-Mitglied ist er seit 1989. Seit 1994 ist er Mitglied des VG-Rates im Brohltal. Von 1994 bis 1999 war er Ortsbürgermeister in Spessart, seiner Heimatgemeinde, in der er auch mit seiner Familie (Ehefrau Alexandra und zwei Söhne) wohnt. Seit Juni 1999 sitzt er im Ahrweiler Kreistag.
Gemeinsam viel erreicht
In einer 59 Punkte umfassenden Leistungsbilanz seiner bisherigen Amtszeit aus den Bereichen Infrastruktur, Bildung, Sicherheit, Tourismus und Kultur, Wirtschaft und Finanzen machte er klar, weshalb er eine Wiederwahl anstrebe. Bevor Johannes Bell jedoch die Leistungsbilanz vorstellte, war ihm wichtig, zum Ausdruck zu bringen, dass das Erreichte Gemeinschaftserfolge seien und nicht das Ergebnis eines Einzelnen. Zwar gebe er die Richtung vor, doch für die Umsetzung bedürfe es der Unterstützung aller. Er habe bei der Amtseinführung von seinem Vorgänger ein solides Fundament übernommen, auf dem er aufbauen konnte.
Die Verbandsgemeinde habe sich seither in struktureller, wirtschaftlicher und touristischer Sicht hervorragend weiterentwickelt und stehe sehr gut da. Das Brohltal genieße regional und überregional ein hohes Ansehen und sei vielfach eine Vorzeigekommune, die oft als Modellregion diene, an der sich andere Kommunen orientierten.
Eine geschätzte Erlebnisregion
Bell zeichnete bewusst ein positives Bild „seiner“ VG Brohltal mit ihren 17 Ortsgemeinden auf. In den letzten acht Jahren habe die Verbandsgemeinde Investitionen von weit über elf Millionen Euro getätigt, die in dieser Gänze nur durch überdurchschnittliche Förderungen von Land, Bund oder der EU möglich waren. Schwerpunkte stellten dabei der Abbau des Sanierungsstaus bei den Schulen und der Erhalt sowie die Stärkung aller Schulstandorte dar. Hinzu kommen die Investitionen für die Feuerwehren und im Tourismusbereich. Weiterhin habe sich die Verbandsgemeinde Brohltal zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort entwickelt. Zusammenfassend sei das Brohltal als Wohn-, Arbeits- und Erholungsort weit über seine Grenzen beliebt und geschätzt als Erlebnisregion. In die Zukunft gerichtet gelte es nun den bisherigen erfolgreichen Weg konsequent weiter zu gehen. Die Attraktivität der Region müsse in allen drei Bereichen gesteigert werden. Es gelte das Profil der Verbandsgemeinde zu schärfen, aber auch authentisch zu bleiben und den eigenen Weg zu gehen. Abschließend rief er alle dazu auf, an der Weiterentwicklung der Verbandsgemeinde mitzuarbeiten. „Für die Zukunft unseres lebens- und liebenswürdigen Brohltals ist es wichtig, dass jeder von uns weiterhin bereit ist, seinen Teil dazu beizutragen“, so Johannes Bell.
Standing Ovations erhalten
Lang anhaltender Applaus und Standing Ovations würdigten die Aussagen des FWG-Mannes und Bürgermeisterkandidaten, der bei der anschließenden Wahl die Zustimmung aller 50 stimmberechtigten Mitglieder erhielt. Ein Traumergebnis, mit dem der Amtsinhaber Johannes Bell nun gegen seinen Gegenkandidaten Detlef Odenkirchen bei der bevorstehenden Wahl am 10. Mai antreten kann.
Bell genießt damit den vorbehaltlosen Rückhalt der Versammlungsteilnehmer. Er gab sich kämpferisch und ließ sich auch nicht durch die bisherigen Attacken seiner kommunalen Widersacher aus der Ruhe bringen. Man habe ihn bisher nicht klein gekriegt, und das solle auch so bleiben. Auch der Kreisvorsitzende der FWG und Wetterbauer Hans Boes sagte in seinem Wortbeitrag die Unterstützung über die Grenzen der Verbandsgemeinde hinaus zu. In Anspielung an die Temperaturunterschiede befand er: „Wer wie ich aus der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ins Brohltal kommt, der muss sich warm anziehen!“
Die FWG des Brohltals nominierte einstimmig den bisherigen Bürgermeister der VG Brohltal Johannes Bell für eine weitere Wahlperiode.
Foto: Privat
