Allgemeine Berichte | 09.03.2014, 16:29 Uhr

Betreuungsvereine im Kreis Ahrweiler boten ersten Grundkurs in Bad Neuenahr an

24 Teilnehmer sind nun richtig fit

Erfahrungsaustausch findet am 18. März in der Familienbildungsstätte statt

Die Teilnehmer am ersten Grundkurs im Betreuungsrecht.privat
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Es besteht großes Interesse, sich auf eine rechtliche Betreuung vorzubereiten oder als gesetzlicher Betreuer sein Wissen zu vertiefen - egal, ob als Familienangehöriger oder aus sozialem Engagement. Viele der 24 Teilnehmer, die bereits als ehrenamtliche Betreuer bestellt sind, hatten ganz konkrete Fragen, die von Marion Eisler und Uwe Moschkau vom Betreuungsverein der Evangelischen Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region e.V. und Ralph Seeger vom Betreuungsverein des SKFM-Katholischer Verein für Soziale Dienste für den Landkreis Ahrweiler e.V. umfassend beantwortet wurden. „Wichtig ist, auch ehrenamtliche Betreuer ausführlich über die rechtlichen Grundlagen im Betreuungsrecht zu informieren, da die Aufgaben eines ehrenamtlichen Betreuers genauso sind wie für einen hauptberuflichen Betreuer“, betonte Seeger.

Es war eine sehr lebhafte, interessierte, engagierte Gruppe, die sich viermal in der Familienbildungsstätte Bad Neuenahr-Ahrweiler traf. An den Abenden ging es um ganz handfeste Dinge: Wie ermittele ich beispielsweise den Wert eines Hauses für das Vermögensverzeichnis? Was sind mündelsichere Geldanlagen? Welche Dinge sind beim Wechsel von eigener Wohnung in ein Heim zu beachten? Unter welchen Voraussetzungen darf ich als Betreuer für einen Betreuten in einen ärztlichen Eingriff, etwa eine Operation, einwilligen?

Große Verantwortung

Ehrenamtliche Betreuer wollen Menschen beistehen und ihnen das Leben trotz Alter, Krankheit oder Behinderung lebenswert machen. Eine große Verantwortung mit vielen Aufgaben, die den einen oder die andere durchaus verunsichern kann. Jedoch fühlten sich die meisten der Teilnehmer nach der Veranstaltungsreihe fit, selbst eine Betreuung zu übernehmen. Unterstützend wirkt, dass die Referenten auch weiterhin bei Fragen zum Betreuungsrecht ansprechbar sind.

Für Moschkau ist es wichtig, dass die ehrenamtlichen Betreuer nicht überfordert werden: „Deshalb erhalten ehrenamtliche Betreuer in der Regel erst einmal eine einfachere Betreuung. Hier legen die Betreuungsvereine Wert auf eine gute Vermittlungsarbeit. Im Vorfeld einer Betreuungsvermittlung gibt es also ein gemeinsames Gespräch, damit sich der Betreute und der potenzielle Betreuer vorher kennenlernen.“

Ein „Erfahrungsaustausch für ehrenamtliche Betreuer“ findet am Dienstag, 18. März, von 18 bis 19.30 Uhr in der Familienbildungsstätte in Bad Neuenahr statt. Im gemeinsamen Gespräch können Betreuerinnen und Betreuer voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.

Die nächste Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Familienbildungsstätte wird am 9., 16., 23. und 30. September, wiederum im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler, angeboten. Anmeldungen unter Tel. (0 26 41) 20 12 78, (0 26 41) 32 83 oder (0 26 41) 2 70 39.

Die Teilnehmer am ersten Grundkurs im Betreuungsrecht.Foto: privat

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