Tolle Sitzung der Niederzissener Möhnen - Närrische Show in der Bausenberghalle
„77 Johr und fit wie eh und je“
Niederzissen. Die Möhnengesellschaft Niederzissen feiert traditionell den „Möhnentag“ einen Tag früher, nämlich mittwochs. Damit starten sie den Reigen der Möhnensitzungen im Brohltal. Und so konnten auch in diesem Jahr die beiden Sitzungspräsidentinnen der Zesse Möhnen, Christel Krupp und Manuela Schlig, wieder zahlreiche weibliche Narren nach dem Einmarsch des Möhnenelferrates willkommen heißen. Das Programm war gespickt mit tollen Beiträgen, aufgelockert durch Tanzrunden, die zwischen den Vorträgen eingelegt wurden. „Auch nach 77 Jahren sind die Zesse Möhnen fit wie eh und je. Das zeigt auch gleich der erste Programmpunkt, bei dem es wild wie im Wilden Westen zugeht“, leitete Moderatorin Christel Krupp zu den Mini-Funken der KG „Zesse Jecke“ über, die unter der Leitung von Elke Schiele und Birgit Stürmer mit den Möhnen aufmarschiert waren und gleich ihren Sessions-Tanz zeigen durften. Toll, was diese sechs- bis 12-jährigen Kinder bereits auf die Bühne zauberten. Überhaupt boten die Möhnen alles auf, was im Niederzissener Fastelovend für tänzerische Höchstleistung spricht. Da gab es die Maxi-Funken, die Stadtsoldaten, die Street-Dancers, Robin Hood, No Names und neben dem Tanz der Möhnen natürlich auch das Männerballett der „Vulkanelfen“. Man startete aber auch Angriffe auf die Lachmuskeln der Besucherinnen. Als „Olympische Mutti“ begab sich Dagmar Bröker in die Bütt, Susanne Bell und Markus Topp unterhielten mit allerlei Blödsinn und Isa Hans, Steffi Felden und Manuela Schlig wussten mit einem umwerfenden Theaterstück zu gefallen. Als Vorgruppe von „Helene Fischer“ (Therese Gros) kamen die Möhnen als „Bläck Fööss“. Und das die „Frotzeleien“ zwischen Ober- und Niederzissen das gute Klima zwischen den beiden Ortschaften nicht trübt, bewies der Oberzissener Ortsbürgermeister Eugen Schmitt, der als „Rentner“ seinen Beitrag zur guten Stimmung in der Bausenberghalle lieferte. Und auch die Tanzmariechen sowohl der Möhnen (Anna Maria Weiler) wie auch der KG „Zesse Jecke“ (Ann Kathrin Wittke) kamen zu Ehren. Sie zeigten tolle Tänze und machten klar, dass ihnen die Zukunft auf den Brettern der Bühnen gehört. Dabei nahmen die Möhnen die Gelegenheit wahr, das bisherige Tanzmariechen Maria Meder, die aus beruflichen Gründen das Amt nicht mehr ausüben konnte, offiziell zu verabschieden. „Sie hat über Jahre erfolgreich als Mariechen der Möhnen gewirkt und viel geleistet“, lobten die Moderatorinnen Maria Meder. Dank sagte man auch nochmals der langjährigen Obermöhn und 1. Ehrenvorsitzenden der Zesse Möhnen, Helene Degen, die über 30 Jahre die Zesse Möhnen angeführt hatte. Bei aller Feierlaune vergaß man aber auch nicht, herzliche Genesungsgrüße an die erkrankte Vorsitzende Karin Adams zu übersenden. Natürlich gaben sich auch Prinz Rainer I. und Prinzessin Nicole I. die Ehre, den Niederzissener Möhnen einen Besuch abzustatten. Allerbeste Stimmung verbreitete auch der Fanfarenzug Brohltalklänge. Die ohnehin gute Stimmung in der Bausenberghalle schwappte über, als „de Botzedresse“ mit ihren Liedern den Möhnen einheizten. Nach dem großen Finale wurde dann noch lange gefeiert und getanzt zur Musik vom „Duo Sunshine“. Schließlich blieb nur noch der Dank an alle Aktiven, Helfer und Unterstützer, die mit ihrem Engagement das heimische Brauchtum als Teil der Kultur hochhalten. Eine tolle Sitzung, die sicherlich im kommenden Jahr wieder eine Fortführung erfahren wird.
