Das Marienhaus nimmt an der Wahl zur ersten Pflegekammer in Rheinland-Pfalz teil
81 Plätze stehen zur Verfügung
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Pflege leistet einen enorm wichtigen Beitrag für unser gut funktionierendes Gesundheits- und Sozialsystem. Nur die entsprechende Anerkennung und Wertschätzung dafür erfährt sie nicht. Deshalb brauche die Pflege endlich ein Sprachrohr. Die Pflegekammer sei genau das richtige Instrument, um der Pflege eine Stimme zu geben und für ein besseres Selbstbewusstsein der Pflegenden zu sorgen, sagen sie. Darum kandidieren 18 Frauen und Männer aus der Trägerschaft zusammen auf einer Liste bei der Wahl zum ersten Parlament der Pflegenden am 11. Dezember. Als Initiative gute Pflege - die Marienhausliste werben sie derzeit landesweit um die Stimmen ihrer Kolleginnen und Kollegen, weil ihnen ihr Beruf einfach am Herzen liegt und sie die Zukunft der Pflege aktiv mit gestalten wollen. Rheinland-Pfalz ist das erste und bisher einzige Bundesland, das eine Pflegekammer einrichtet und damit den Pflegenden die Chance gibt, eine starke Interessensvertretung in Form einer Kammer aufzubauen. Diese Pionierarbeit mit Ausarbeitung einer Hauptsatzung, einer Melde- und Wahlordnung leistet der Gründungsausschuss (siehe dazu unser Bericht in der Juli-Ausgabe), der auch die Wahl organisiert und durchführt.
Über 40.000 Menschen
In Rheinland-Pfalz gibt es mindestens 41.000 Frauen und Männer, die eine dreijährige Ausbildung abgeschlossen haben und in der Pflege arbeiten. So viele Namen und Adressen haben die Einrichtungen respektive ihre Träger zumindest an den Gründungsausschuss gemeldet. Die mussten sich bis zum 16. Oktober registrieren lassen, um an der ersten Kammerwahl teilnehmen zu können. Weit über 20.000 haben das auch rechtzeitig getan. Das Interesse an einer starken berufsständischen Vertretung ist also hoch; und ent-sprechend groß ist auch die Zahl der Listen, die sich am 11. Dezember zur Wahl stellen. Es werden 18 sein. Große Konkurrenz also für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Initiative gute Pflege - die Marienhausliste für das Parlament der Pflegenden kandidieren. Sie sind gleichwohl guten Mutes; denn „die Mischung stimmt“, wie Wioletta Osko sagt. Sie ist die Pflegedienstleitung im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler und steht mit drei weiteren Mitarbeitern aus dem Klinikum auf der Marienhausliste. Will heißen: Auf der Liste finden sich Kandidaten aus dem Krankenhaus- und dem Altenhilfebereich, die Kinderkrankenpflege ist ebenso vertreten wie der Bildungsbereich, und selbst die Männerquote ist mit vier Kandidaten erfüllt. Und die Marienhaus-Kandidaten wollen in den nächsten Wochen auch noch ordentlich die Werbetrommel rühren - nicht nur in den trägereigenen Einrichtungen. Motto: Wir für Euch in der Pflegekammer Rheinland-Pfalz.
Die Wahl
Diese Wahl zum ersten Parlament der Pflegenden in Rheinland-Pfalz ist eine Listenwahl, also keine Personenwahl, und eine klassische Briefwahl. Die Wahlunterlagen bekommt jedes registrierte Mitglied ab dem 24. November zugeschickt, der ausgefüllte Stimmzettel muss bis zum 11. Dezember um 15 Uhr beim Wahlausschuss in Mainz eingegangen sein. Nach Auszählung der Stimmzettel wird feststehen, wer einen der 81 Sitze in der Pflegekammer errungen hat. Das Parlament der Pflegenden wird Anfang 2016 den Präsidenten und den Vorstand wählen. Die konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung ist für den 25. Januar 2016 terminiert. Die Vertreterversammlung wird dann auch über die Beitragsordnung entscheiden müssen und damit dann auch den momentan wild ins Kraut schießenden Gerüchten über die mögliche Beitragshöhe ein Ende bereiten.
Pressemitteilung des
Marienhaus Klinikum
18 Frauen und Männer aus der Trägerschaft kandidieren als Initiative gute Pflege - die Marienhausliste für die Wahl zur ersten Pflegekammer in Rheinland-Pfalz. Auf der Marienhausliste haben sich aus dem Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler aufstellen lassen: Uwe Benner, Silke Doppelfeld,Birgit Kriegel und Wioletta Osko. Foto: Heribert Frieling
