Brohler Johannes-Pfarrei feierte eindrucksvollen karnevalistischen Gottesdienst
„Alaaf und Amen gehören einfach zusammen“
Brohl. „Mir lossen de Dom in Kölle“ und „Großer Gott wir loben dich“ – wo gehen diese beiden Hits zusammen? Natürlich im karnevalistischen Gottesdienst. Seit einigen Jahren findet auch in Brohl dieser „besondere“ Gottesdienst statt. Hierzu ist die gesamte Gemeinde und besonders alle Narren eingeladen, welche auch jeweils zahlreich dazu erscheinen.
Sehr gut besetzter Gottesdienst
Die Brohler Johannes-Pfarrkirche war sehr gut besetzt, als das amtierende Brohler Prinzenpaar, Prinz Ingo I. und Prinzessin Sonja I. mit ihrem Hofstaat im vollen Ornat sowie Standartenträgern der einzelnen Korporationen der Brohler Narrenzunft, mit Pastor Günter Marmann und den Messdienern feierlich in das markante Brohler Gotteshaus zu den Klängen des Musikclubs Fidelio Einzug hielten. Die Karnevalisten füllten die Bänke mit ihren bunten Kostümen. Die Brohler Böller Buben bildeten mit ihren weithin hörbaren Feuerwerk und Salutschüssen den Auftakt zum karnevalistischen Gottesdienst. Die mit Bändern und der entsprechende Blumenschmuck, jeweils alles in den Brohler Karnevalsfarben „Rot-Weiß-Blau“ gehalten – hierfür zeichnete sich Küsterin Inge Dierschke verantwortlich – schmückten ebenso das Gotteshaus zu Brohl wie die Offiziellen und Garden in ihren Uniformen und die bunt kostümierten Gläubigen. Zusammen zeigte sich somit ein farbenprächtiges und prachtvolles Bild und gaben der Messe eine besondere Prägung. Es war eine tolle Atmosphäre und einfach überwältigend, so die übereinstimmenden Aussagen vieler Gläubigen.
Eine gelungene Balance zwischen Frohsinn und Andacht
Pastor Marmann konnte in seinen Begrüßungsworten zahlreiche Vertreter der närrischen Korporationen der Brohler Narrenzunft um ihren Präsident Arno Joosten – Elferrat, Prinzengarde, Amazonencorps, Möhnen, Senat und Kinderfunken – willkommen heißen. Trotz der für einen Gottesdienst eher ungewohnten Karnevalsmusik zwischendurch fand Pastor Marmann die perfekte Mischung mit ernsten Aspekten und manchen Impulsen zu Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln. In seiner Predigt in Reinform und zugleich gesanglich gestaltet zog Pastor Marmann die Verbindung aus den kölschen Liedern zum Glauben. Er intonierte dazu einige kölsche Lieder wie Dat Wasser von Kölle, In unserem Veedel oder Drink doch eene mit und fand dazu die passende inhaltliche Verbindung zum Glauben mit eigens selbst von ihm dafür komponierten Texten. Manches Karnevallied könnte so durchaus auch ein Kirchenlied sein. Seine „Einlagen“, honorierten die Gläubigen mit spontanem Applaus. Der Gottesdienst geprägt von kölschem Liedgut, aber auch kirchliche Lieder erklangen in der Messe, die beiderseits von der großen Anzahl der Gottesdienstbesucher gern mitgesungen wurden. Es war eine gelungene Balance zwischen Frohsinn und Andacht, Gebet und kölschen Liedern. Und wie jedes Mal übernahm dabei der Musikclub Fidelio unter der Stabsführung ihres Dirigenten Andrew Noah Cap die musikalische Gestaltung. Alaaf und Amen gehören einfach zusammen und schließen sich nicht aus. Dies konnte man diesem würdevollen und schönen karnevalistischen Gottesdienst eindrucksvoll sehen und wurde in Brohl wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zum Ende der Messe intonierte der Musikclub schließlich, sehr zur Freude aller Anwesenden, das obligatorische „Brohltallied“. Nach dem karnevalistischen Gottesdienst hatte der Johannes-Pfarrgemeinderat zu einem Umtrunk eingeladen. Die Gläubige nahmen die Gelegenheit dankbar und gern an und machten von der Möglichkeit untereinander ins Gespräch und der Begegnung zahlreich Gebrauch.
Pastor Marmann begrüßte zahlreiche Vertreter der närrischen Korporationen der Brohler Narrenzunft. Foto: Picasa
Pastor Marmann mit karnevalistisch gekleideten Messdienerinnen und Messdienern. Foto: Picasa
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