Oberbreisiger Kirmes - ein Treffpunkt für die Region
Alle Vereine machten mit und die Schützen hatten Jubiläum
Bad Breisig. Die St. Viktor-Kirmes im „Oberdorf“ war wieder eines jener geselligen Feste der gesamten Bürgerschaft, wie wir sie über Jahrzehnte aus Oberbreisig kennen. Traditionsgemäß beteiligt sich an der Kirmes die Gemeinschaft aller Ortsvereine. Besonderheit in diesem Jahr: Die 150-Jahr-Feier der Schützenbruderschaft St. Viktor, die folgerichtig im Mittelpunkt der Feierlichkeiten am Samstag stand. Ihr galt der festliche Gottesdienst mit folgendem Fackelzug und dem gut besuchte Jubiläums-Abend in der Sängerhalle. Eingeleitet wurde die Kirmes jedoch bereits am Freitag mit einer Oktoberfest-Party des Junggesellenvereins. Am Sonntag krachten gegen 5.30 Uhr die Böller, abgeschossen vom Kanonier Franz-Josef Kraus und seinen Freunden. Sie eröffneten den frühen musikalischen Weckzug durch den Ort mit Stationen bei den Honoratioren der Gemeinde. Der folgende Festgottesdienst wurde, wie am Samstag, zelebriert durch Pastor Günter Marmann, den neuen Hirten der Pfarreiengemeinde „Breisiger Land“. Der Kirchenchor von St. Viktor schmückte das Hochamt mit seinen Beiträgen. Wie in Oberbreisig üblich, formierte sich nach der Hl. Messe der Festzug der Ortsvereine durch das mit vielen Fahnen geschmückte „Oberdorf“. Für zünftige Marschmusik sorgten beim Umzug das Tambourkorps „Freiweg“ aus Sinzig und die Brassband „Oberbreisiger Lähmdeuwele“. Der Festzug machte Station am Gefallenen-Ehrenmal vor der Einsegnungshalle des Friedhofs. Die Gedenkfeier eröffnete die Brassband mit dem Choral „Heilig, heilig..“, gefolgt von Gesangsbeiträgen des MGV „Sängerbund“. Bürgermeister Bernd Weidenbach hielt eine überaus bemerkenswerte Gedenkrede und schnitt dabei viele Probleme unserer Zeit an. Wir gehen auf einige seiner wichtigsten Anmerkungen ein. Die Schützen ehrten die Kriegstoten der Gemeinde mit ihrer Kranzniederlegung. Pastor Marmann erinnerte an die geistlichen Aspekte der Gedenkfeier und sprach mit allen Anwesenden das „Vater unser“. Das Lied vom „Guten Kamerad“ erklang und der „Sängerbund“ beschloss die Feier mit einem Choral. Der Festzug formierte sich erneut, machte Station beim amtierenden Schützenkönig und endete schließlich in der Sängerhalle, wo sich der traditionsreiche Früh- und Dämmerschoppen, ein fröhliches Miteinander der gesamten Bürgerschaft, bis in den späten Abend entwickelte. Auf dem Rummelplatz boten Vergnügungsgeschäfte frohe Unterhaltung für Jung und Alt, und der rustikale „Winzertreff“ der Oberbreisiger Weinbruderschaft an der Hauptstraße lockte mit gepflegten Weinen und viel Gelegenheit zum geselligen „Plauschen“. Der Montag klang nach alter Übung wieder mit dem „Sauerbratenessen“, angerichtet von den Frauen des „Sängerbunds“, und dem folgenden „Dämmerschoppen“ der Sangesbrüder aus. Die Oberbreisiger „Kirmes“ hat nichts von ihrem Charme verloren - sie ist und bleibt ein Treffpunkt für die gesamte Region.
Mit einigen Liedvorträgen trug der MGV Liedertafel zur Gedenkstunde bei.
