Dedenbacher Pilgergruppe unterwegs
Auf dem Eifel-Camino nach St. Matthias
Dedenbach. Zum mittlerweile 12. Mal in Folge wanderten auch in diesem Jahr an den fünf Tagen vor Christi Himmelfahrt wieder eine Dame und sieben Herren aus Dedenbach, Rodder und Königsfeld nach Trier zum Apostelgrab in der St. Matthias Abtei. Für die Pilgerwanderung wählten sie dieses Mal den Eifel-Camino. Diese Route hat die St. Matthias-Bruderschaft Mayen seit 2008 mit Pilgersteinen und Pilger-Informationsstelen aus Basaltlava von Namedy, über Andernach, Mayen bis Monreal markiert. In den folgenden Jahren wurde sie durchgehend bis Trier gekennzeichnet. Mit der Wanderung möchten die Dedenbacher an eine alte Tradition erinnern, denn bereits seit dem 18. Jahrhundert sind Dedenbacher St. Matthias-Pilger nachgewiesen. Die Dedenbacher Pilgergruppe stieg in Monreal in den Eifel-Camino ein. In einem Tages-marsch von fast 35 Kilometern gelangten sie von Dedenbach dorthin. Der 2. Tag führte zunächst durch das Thürelzbachtal nach Kaisersesch. Das nächste Zwischenziel war die Wallfahrtskirche Maria Martental. Weiter ging es zum Endert Wasserfall, nach Alflen und Gillenbeuren zum Etappenziel Lutzerath. Weitere 30 Kilometer waren geschafft. Mit 26 Kilometern stand am 3. Tag eine kurze Etappe an. Sie führte vorbei an Bad Bertrich nach Wittlich. Am nächsten Tag begegneten die Dedenbacher gleich hinter Wittlich einer Pilgergruppe aus der Nähe von Mönchengladbach.
Sie war bereits neun Tage unterwegs und nun auf dem Rückweg. Etwas später durchschritt die Dedenbacher Wandergruppe am Wittlicher Autobahndreieck eine Baustelle, die zum Projekt Hochmoselübergang gehört. Kurz vor dem nächsten Zwischenziel, Klausen, begann es zu regnen. Auch nach einem Besuch der Wallfahrtskirche „Maria Heimsuchung“ ließ der Regen nicht nach. Im Gegenteil, der Weg führte kräftig bergauf und es regnete in Strömen bis nach Klüsserath an der Mosel. Nass bis auf die Unterwäsche entschied sich die Gruppe hier eine Abkürzung zum Etappenziel Schweich zu nehmen. Am nächsten Morgen strahlte wieder die Sonne und die letzten 22 Kilometer nach Trier sollten eine leichte Übung sein. An der St. Matthias Abtei wurden die Dedenbacher Wanderpilger zu ihrer Überraschung vom „Dedenbacher“ Pastor Otmar Fechler empfangen. Jeden einzelnen beglückwünschte er zu dem gelungenen Pilgergang. Otmar Fechler zog mit der Pilgergruppe unter Glockengeläut in die Abtei ein an das Apostelgrab. Hier beteten sie gemeinsam mit Pilgerpfarrer Hubert Wachendorf. Erwin Pollig erhielt dabei von ihm für seinen ersten Pilgergang die Matthias-Medaille. Weiter mit dabei waren Franz-Josef Schmitz, Rainer Breuer, Wilfried Maur (jeweils 12 Teilnahmen), Heinz Adams (11), Rolf Breuer (9) sowie Ursula Maur und Heinz-Georg Maur (jeweils 6). Andreas Wolter hatte wieder den Transport des Gepäcks übernommen. Für die Rückfahrt waren Dorothé Breuer und Gerhard Michels nach Trier gekommen.
