Politik | 21.04.2015

Brohltalbahn benötigt langfristige Vision und kurzfristige Finanzierungssicherheit

Bahn touristisch sehr wertvoll

Bürgermeisterkandidat Detlef Odenkirchen war vor Ort und informierte sich

(v.l.) Manfred Schlich, Michael Haubner, Detlef Odenkirchen, Michael Baden. Privat

VG Brohltal. Am Ostersamstag war der Kandidat zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, Detlef Odenkirchen, auf Einladung zu Besuch bei der Brohltalbahn. Vorstands- und Gründungsmitglied Michael Baaden, Michael Haubner und der technische Leiter, Manfred Schlich, begrüßten den Bürgermeisterkandidaten. „Was Sie hier sehen und erleben, ist wirklich beeindruckend. Mit welcher Hingabe und Freude sich hier Verantwortliche und Helfer für die Brohltalbahn einsetzen, ist einfach nur traumhaft. Mit Herz und Seele sind sie alle dabei“, so Odenkirchen. Er nahm sich vier Stunden Zeit für ein tief gehendes Gespräch mit den Bahnexperten, die Odenkirchen hinreichend aufklärten, wo die Defizite und Herausforderungen für die Zukunft liegen. Touristisch ist die Brohltalbahn enorm wertvoll, so ist sie die einzige Schmalspurbahn im Westen von Deutschland. Seit einigen Jahren ist bekannt, dass ihr 18 Kilometer langes Schienennetz nunmehr aber in die Jahre gekommen ist. „Auch wenn das Viadukt und einzelne Brücken saniert wurden, fehlt es doch an einem ganzheitlichen Konzept zum langfristigen Erhalt des Schienennetzes“, so Manfred Schlich. „Wenn wir als Betreiber in Lokomotiven, Anhänger und vieles mehr investieren, dann müssen wir auch wissen, dass mittel- und langfristig Gelder in den Haushalt eingestellt werden, damit die Existenz der Brohltalbahn auch für die nächsten Jahrzehnte gesichert ist“. Derzeit wurde eine Aufstellung mit einem Investitionsvolumen von über fünf Millionen Euro erarbeitet, die Finanzierung ist aber absolut nicht gesichert. In welchem Umfang mit Förderungen des Landes zu rechnen ist, ist ungewiss. Welchen Umfang die Verbandsgemeinde als Mehrheitseigner des Schienennetzes selbst leisten kann, das gilt es jetzt, transparent und umfangreich zu klären. „Wir arbeiten gerne in unserer Freizeit für die Brohltalbahn und investieren Zeit und Geld. Das machen wir wirklich gerne. Jedoch könnte die Wahrnehmung für den touristischen Mehrwert eine höhere Aufmerksamkeit bekommen“, beklagte sich Schlich. „Das Brohltal kann mit der Bahn punkten. Deshalb ist es wichtig, dass zeitnah notwendige Investitionen getätigt werden und sich durch ein durchgängiges und vernetztes Tourismuskonzept refinanzieren. Die Brohltalbahn ist ein bewegliches Kleinod“, so Odenkirchen weiter. Das Kapital des Brohltals ist seine Landschaft. Alleine deshalb ist es wichtig, eine überregionale touristische Vernetzung marketingstrategisch zu erhalten. „Ich bin sehr beeindruckt, was die Ehrenamtlichen hier auf die Beine gestellt haben. Der Verein hat jetzt eine riesige Investition in die neue 11sm Lok gesteckt. Hier müssen wir mit vereinten Kräften, dem Land Rheinland-Pfalz, privaten Investoren, den Gastronomie- und Übernachtungsbetrieben und der Kommune eine vernünftige Vision hinbekommen, damit die Brohltalbahn überleben und weiter touristisch vermarktet werden kann“, führt Odenkirchen abschließend fort. Pressemitteilung des CDU-Gemeindeverbands Brohltal

(v.l.) Manfred Schlich, Michael Haubner, Detlef Odenkirchen, Michael Baden. Foto: Privat

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