Politik | 23.03.2015, 14:03 Uhr

Fraktionsvize Christian Baldauf MdL (CDU) diskutierte mit Betriebsratsvertretern

Bestand des Werks Ahrweiler der ZF Friedrichshafen AG gefährdet?

ZF Friedrichshafen AG legt wieder kein Zukunftskonzept für das Ahrweiler Werk vor

Die Christdemokraten im Gespräch mit den ZF-Betriebsratsvertretern. privat
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nachdem die für das Werk Ahrweiler zuständige Geschäftsführung der ZF Friedrichshafen AG die Werksbesichtigung und das Gespräch mit Christian Baldauf, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im rheinland-pfälzischen Landtag, abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben hat, sprachen nun der Betriebsratsvorsitzende Pascal Delord und das Betriebsratsmitglied Franz Eiden mit dem CDU-Politiker und den Landtagsabgeordneten Horst Gies und Guido Ernst, dem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Karl-Heinz Sundheimer, dem Kreiswirtschaftsförderer Tino Hackenbruch sowie dem Ahrweiler Ortsvorsteher Peter Diewald in der Geschäftsstelle der Kreis CDU. Die Betriebsratsmitglieder entschuldigten sich für die Absage des zugesagten Termins und nahmen die Gelegenheit wahr, den Anwesenden, besonders dem stellvertretenden CDU-Landesvorsitzenden Christian Baldauf, der auch Mitglied im Bundesvorstand der Partei ist, die Entwicklung des Werks Bad Neuenahr-Ahrweiler und die momentane Situation zu schildern.

Die Mitarbeiterzahl wurde in den letzten Jahren von 380 auf 320 Beschäftigte abgebaut. Ein neuer Werksleiter ist seit mehreren Monaten noch nicht bestimmt. Die Altersteilzeitquote liegt derzeit schon bei 10 Prozent. Obwohl schon im letzten Jahr mehrere Betriebsversammlungen und auch Protestkundgebungen stattgefunden hatten, wurde die Produktion von sieben Millionen Teile auf etwa die Hälfte zurückgefahren. Als Grund hierfür wurde von der Geschäftsleitung der Auftragsmangel angegeben. Für das nächste Jahr wurde von 2,8 Millionen Teilen gesprochen. Gleichzeitig wurden aber im neuen Werk in Levice, Slowakei, die Produktionszahlen hochgesetzt.

Mitarbeiter fürchten um Bestand des Werkes und Arbeitsplätze

Die Mitarbeiter fürchten um den Bestand des Werkes in Bad Neuenahr-Ahrweiler und den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Das wäre ein schwerer Rückschlag für die Region, denn davon wären natürlich die Familien der Mitarbeiter betroffen, aber auch weitere Arbeitsplätze im Kreis, die von dem Werk abhängen.

Ein Zukunftskonzept, das der Belegschaft für November 2014 versprochen war, wurde zunächst auf den 23. Januar und dann auf den 13. März verschoben. Dieses wurde dann aber auch am letzten Freitag nicht vorgelegt.

Christian Baldauf wird sich gemeinsam mit Julia Klöckner, Guido Ernst und Horst Gies in einem Brief über die Ausladung der CDU-Delegation bei der Geschäftsleitung beschweren. Außerdem sagte er dem Betriebsrat zu, sich an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu wenden und zu erfragen, inwieweit diese über die Problematik informiert sind und was sie in dieser Angelegenheit zu tun gedenken. Damit wäre das Thema auch über die CDU in der Landespolitik angekommen. Nach einem guten und interessanten Informationsgespräch vereinbarten die Beteiligten, sich in der Sache auch weiterhin auf dem Laufenden zu halten, um möglichst alles für die Zukunft des Werkes im Kreis Ahrweiler zu tun.

Pressemitteilung des

CDU-Kreisverband Ahrweiler

Die Christdemokraten im Gespräch mit den ZF-Betriebsratsvertretern. Foto: privat

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