Allgemeine Berichte | 18.10.2013

Ausstellungseröffnung mit Werken der Oberzissener Künstlerin Elisabeth Hilger im Niederzissener Rathaus

„Blick vom Meer“

Von links: VG-Bürgermeister Johannes Bell, Ute Praml und Sohn Micho, dahinter Sarah Radermacher (VG Brohltal) sowie die Künstlerin Elisabeth Hilger und ihre Familie (Tochter Saskia, Ehemann Walter und Sohn Johannes sowie ihre Geschwister). FRE

Niederzissen. Anlässlich einer Ausstellungseröffnung mit Werken der Oberzissener Kunstschaffenden Elisabeth Hilger begrüßte VG-Bürgermeister Johannes Bell am Donnerstag, dem 17. Oktober außer der Künstlerin und ihrer Familie zahlreiche Besucher im Foyer des Rathauses der Verbandsgemeinde Brohltal, darunter Ute Praml (Es-Altsaxophon) und ihr Sohn Micho (Trompete), die dem Event mit instrumentalen Darbietungen (Es-Altsaxophon und Trompete) u.a. mit der hervorragend interpretierten neunten Sinfonie aus der Neuen Welt von Antonin Dvorak dem Event einen wunderbaren musikalischen Rahmen gaben. Sein besonderer Gruß galt auch dem Ortsbürgermeister von Oberzissen Eugen Schmitt und dem Beigeordneten Christof Bürger, seinem Stellvertreter und Beigeordneten, Karl Heinz-Berresheim und vielen mehr.

 „Vincent van Gogh hat einmal gesagt: ‚Bewahre Deine Liebe zur Natur, denn das ist der richtige Weg zu immer besserem Kunstverständnis’. Das hat offensichtlich auch Elisabeth Hilger motiviert, die der Ausstellung den treffenden Titel: ‚Blick vom Meer’ gab“, so VG-Bürgermeister Johannes Bell.

Mit diesem Titel verbindet Frau Hilger zunächst einmal die Achtung der Natur beim Anblick des Meeres. „Wir sind vom Ökosystem abhängig und somit ist gerade das Weltnaturerbe Wattenmeer besonders schützenswert“, betonte die Künstlerin. Zudem beeindruckt sie die Unendlichkeit beim Blick auf das Meer, die mit einer Sehnsucht verbunden ist. Aber auch eine große Erholung und Ruhe. „Blick vom Meer“ soll sowohl die Sicht auf das Meer darstellen, als auch der Blick vom Meer auf das Land. Weiterhin die Emotionen, die bei der Entstehung des jeweiligen Bildes einfließen.

Den Anstoß zu der Ausstellung gab ein Aufenthalt der Künstlerin auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog, bei der auch fünf der insgesamt ca. 20 Werke der Bilderschau entstanden sind. Außer der Acrylmalerei bevorzugt die Künstlerin das Schaffen von Installationen, indem sie außer Sand und Muschelschlick auch Treibgut, welches sie auf Spiekeroog bei ihren langen Spaziergängen am Strand gefunden hatte, mit einer Spachtelmasse vermischt und auf die Leinwand aufträgt. Bei der anschließenden Bearbeitung ihrer Werke gab sie der Installation die ihren aktuellen Emotionen entsprechende Farbe. Dabei dominiert bei fast allen Gemälden und Installationen die Farbe Blau.

Die künstlerische Laufbahn von Elisabeth Hilger begann 1984, nachdem sie zwei Jahre lang die staatliche Glasfachschule Rheinbach besuchte und dort ihr Fachabitur für Gestaltung absolvierte hatte. Zu ihren Fächern zählten: Freies und konstruktives Zeichnen,  Kunstgeschichte, Erarbeiten einer Komposition, Aquarellmalerei, Gestaltungslehre und Fotografie. Von 1989-1993 war sie im Einrichtungshaus Sauer, Koblenz, mit der Planung und perspektivischem Zeichnen von Inneneinrichtungen befasst. 1994 bis 2003 besuchte sie die Malschule Roos in Ahrweiler und von 2003 bis heute ist sie Mitglied der Malgruppe Anne Horst in Heppingen. Im April dieses Jahres besuchte sie einen Lehrgang „Abstrakte Malerei“ bei Christina Jehne und präsentierte ihre Arbeiten erstmals 2007 in der Volksbank Niederzissen und in einer Gemeinschaftsausstellung mit Anne Horst im Rathaus Bad Neuenahr.

Die Ausstellung „Blick vom Meer“ ist bis zum 11. November montags bis mittwochs 8.30 – 16.00 Uhr, donnerstags 8.30 – 18.00 Uhr und freitags von 8.30 bis 13.00 Uhr geöffnet.

Insbesondere die Installationen „Treibgut“ –links- und „Aussicht aufs Meer“ zogen die Blicke der Besucher auf sich

Insbesondere die Installationen „Treibgut“ –links- und „Aussicht aufs Meer“ zogen die Blicke der Besucher auf sich

Auch die in Acryl gemalten Bilder von Elisabeth Hilger verfügen über eine besondere Ausdruckskraft.

Auch die in Acryl gemalten Bilder von Elisabeth Hilger verfügen über eine besondere Ausdruckskraft.

Von links: VG-Bürgermeister Johannes Bell, Ute Praml und Sohn Micho, dahinter Sarah Radermacher (VG Brohltal) sowie die Künstlerin Elisabeth Hilger und ihre Familie (Tochter Saskia, Ehemann Walter und Sohn Johannes sowie ihre Geschwister). Fotos: FRE

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