Allgemeine Berichte | 02.10.2013, 09:37 Uhr

Delegiertenversammlung der Landfrauen im Kreis Ahrweiler mit Bildungsprogramm

Das ganz persönliche Glücksrezept

Bildungsreferentin der Bildungsstätte Ebernburg Mechthild Wigger referierte über Lebenskunst und Lebenskrisen

Die Landfrauen des Kreises Ahrweiler trafen sich in Weibern.Privat
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Weibern. Die Delegierten des Landfrauenkreisverbandes aus allen Orten im Kreis Ahrweiler waren zum Ganztagesprogramm in das Gasthaus Eifelstube nach Weibern eingeladen. Der Vormittag wurde zunächst zur Information der Verbandsmitglieder genutzt. Die Vorsitzende Ingrid Strohe aus Dedenbach stellte den Geschäftsbericht des Jahres 2012 vor. „Mit einer Bilanz von 83 öffentlichen Veranstaltungen und einer Teilnehmerzahl von ca. 1880 in den Bereichen Verbraucherpolitik, Hauswirtschaft, Ernährung aber auch Gesellschafts- und Sozialpolitik, Kommuniaktions/Verbandsmanagement oder Gesundheit und Kunst, Kultur, Kreativität kann der Verband sich sehen lassen,“ so Strohe in ihren Ausführungen. Lucia Siegert aus Ahrweiler, seit Mai 2012 im Amt, trug als neue Geschäftsführerin ihren ersten Kassenbericht vor. Für die weitere Programmgestaltung hatten die Organisatorinnen die Bildungsreferentin der Bildungsstätte Ebernburg e.V. , Mechthild Wigger gewinnen können. Ihre Vorträge waren auch wirklich ein Gewinn, so die einhellige Meinung aller Anwesenden. Gekonnt fesselte sie die Landfrauen mit den Ausführungen zum Thema Lebenskunst und Lebenskrisen. Glücksbegriffe und Glückszustände wurden eingangs definiert und Feststellungen getroffen, die Voraussetzungen für Glücksgefühle sind: Man sollte sich auf Dinge konzentrieren, die selbst zu gestalten sind , man sollte sich den Ereignissen stellen, die nicht beeinflussbar sind. Es wurde auch bewusst, dass Glück kein Dauerzustand sein kann, sondern dass Glück stets die herausragenden Spitzen des Lebens sind. Die Lebenskunst liege schließlich darin, ein Ja zu sagen zu diesem persönlichen Leben. Man könne die Glücksmomente bewusst gestalten und im Bewusstsein auf die Übersetzung des französischen Begriffs für Glück „bonheur“ wirklich „gute Stunden“ genießen und verinnerlichen. Die Referentin ließ es sich nicht nehmen Empfehlungen auszusprechen, die solche „guten Stunden“ fördern und damit auch glücklich machen. Man solle sich auf gar keinen Fall durch eine negative Lebenseinstellung zum Unglücklich sein anleiten lassen, so das Fazit der Referentin. Als Rezept empfahl sie einen bunten Cocktail der Lebenslust aus persönlich dosierten Portionen an Selbstachtung, gemäßigten Glückserwartungen, Offenheit für Genuss und Erlebnisse, Glauben an die eigene Wirksamkeit und ein Gefühl für gute menschliche Beziehungen. Das alles sei gutes Rüstzeug zur Bewältigung von Lebenskrisen.

Am Nachmittag wurde dann zu einer Vernissage mit persönlichen Erinnerungsstücken aufgerufen. Dazu hatten die Landfrauen persönliche Gegenstände mitgebracht, an ihnen wurde gearbeitet und dokumentiert, um was für Objekte es handelte. Es ging um allgemeine Geschichte dabei, aber auch um Erlebnisse, Wertschätzung und Würdigung, die die Landfrauen mit diesen Mitbringseln verbinden. Lebhaft, teilweise lustig waren die kurzweiligen Erzählungen der Eigentümerinnen, egal ob es sich um persönliche Erbstücke, Schmuck, Porzellan, Kleidungsstücke oder Poesiealben handelte. Jedes Einzelstück drückte ganz persönliche Gefühle aus. Mit Begeisterung über den gelungenen Tag und einer guten Portion Glücksgefühl endete die Veranstaltung am späten Nachmittag.

Die Landfrauen des Kreises Ahrweiler trafen sich in Weibern.Foto: Privat

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