Allgemeine Berichte | 16.01.2026, 14:57 Uhr

Grippewelle breitet sich auch in der Region immer weiter aus

Steigende Zahlen von Influenza im Kreis Ahrweiler

Symbolbild. Foto:pixabay.com
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Kreis Ahrweiler. Die Grippewelle im Kreis Ahrweiler und in Rheinland-Pfalz nimmt weiter Fahrt auf: „Landesweit ist die Zahl der Meldungen gegenüber der Vorwoche um 46 Prozent gestiegen“, so Carolina Wicher, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Wie ist die Grippe-Lage im Kreis Ahrweiler?

Diese Entwicklung schlägt sich ihr zufolge auch im Anstieg der Meldungen von Grippeerkrankten im Kreis Ahrweiler nieder.

Einen Grund zur Panik sieht Carolina Wicher jedoch nicht: „Im Dezember 2025 wurden im Kreis Ahrweiler 123 Grippefälle erfasst. Diese Zahl bewegt sich im Mittel der letzten fünf Jahre und belegt insoweit noch kein besonders schwerwiegendes Infektionsgeschehen.“

Wann genau gilt eine Erkrankung als Influenzafall?

„Infektionen mit Influenza A- und B-Viren sind beim Menschen für die saisonale Grippe verantwortlich. Im Rahmen der statistischen Erfassung werden nur Influenzaerkrankungen betrachtet, die die Referenzdefinition des Robert-Koch-Instituts erfüllen. Diese ist erfüllt, sobald ein labordiagnostischer Erregernachweis von Influenza A oder Influenza B mittels PCR, Erregerisolierung oder Antigentest (einschließlich Schnelltest) vorliegt. Auch Personen, die Grippesymptome zeigen und vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einer anderen nachweislich an Grippe erkrankten Person hatten, erfüllen die Referenzdefinition.“, erklärt Carolina Wicher

Wann ist es sinnvoll, sich gegen die Grippe zu Impfen?

Viele fragen sich nun, ob es für eine Schutzimpfung gegen die Grippe bereits zu spät ist. Doch dies verneinen nicht nur Mediziner und Medizinerinnen, auch das Gesundheitsamt des Kreis Ahrweiler bezieht hierzu einhellig Stellung: „Auch im Januar macht eine Grippeschutzimpfung grundsätzlich noch Sinn. Grippewellen dauern oft länger, je nach Witterungsverlauf reicht der Zeitraum oft bis nach Karneval. Der Impfstoff wirkt bereits nach kurzer Anlaufzeit und schützt gegen die aktuellen Virenstämme. Eine Impfung kann das Risiko einer schweren Erkrankung reduzieren. Besonders für Risikogruppen, wie ältere oder chronisch kranke Menschen, Schwangere, medizinisches Personal, Haushaltskontakte von vulnerablen Personen sowie Kinder ab sechs Monaten, macht daher eine Impfung weiterhin Sinn. Primärer Ansprechpartner für alle Schutzimpfungen ist der behandelnde Haus- oder Kinderarzt.“

Wie kann das Risiko sich mit der Grippe anzustecken, verringert werden?

Neben der entsprechenden Impfungen gibt es weitere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um das Risiko sich mit dem Influenza-Virus anzustecken zu senken: „Dazu gehört zum Beispiel das Abstandhalten zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung. Regelmäßiges, gründliches Händewaschen, ausreichend Schlaf und Bewegung sowie eine gute Raumlüftung“, empfiehlt Carolina Wicher.

RRO

Symbolbild. Foto:pixabay.com

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