„Jedem Kind seine Kunst“ wurde in Mayen-Kürrenberg erfolgreich umgesetzt
Der Fantasie eine Gestalt geben
Die vierte Klasse der Grundschule formte in Workshops, unter Anleitung der Künstlerin Karin Meiner, Figuren aus Ton und Ytongstein
Mayen-Kürrenberg. Kulturelle Bildung ist ein elementarer Bestandteil in der Förderung junger Menschen. Sie regt Kinder und Jugendliche an, selbst kreativ tätig zu werden. Sie setzt Kräfte und Stärken frei und trägt damit positiv zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung beschlossen, das Landesprogramm „Jedem Kind seine Kunst“ zu realisieren. An dem Programm nehmen professionelle Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz oder mit künstlerischer Wirkungsstätte in Rheinland-Pfalz teil. Um möglichst viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene schon früh an alle nur denkbaren Formen von Kunst und Kultur heranzuführen, sollen mit diesem Programm neue Wege der Vernetzung von Künstlern und
Kulturschaffenden auf der einen Seite, Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren, Vereinen und
Institutionen auf der anderen Seite erprobt und umgesetzt werden. Dabei ist es das Anliegen des Landesprogramms, Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen und aus allen sozialen Schichten an Kunst und Kultur heranzuführen. Die Leiterin der Grundschule Mayen-Kürrenberg, Maria Rummel-Dehen, entdeckte bei ihren Vorbereitungen das Projekt „Phantasieformen in Ton und Ytongstein“ der Künstlerin Karin Meiner aus Burgbrohl.
Eigene Vorstellungen wurden umgesetzt
In zwei Workshops arbeitete Karin Meiner bildhauerisch mit jeweils sieben und acht SchülerInnen des vierten Schuljahres der Grundschule. Die erste Phase war dem kreativen Umgang mit dem Material Ton gewidmet. Die Kinder lernten frei und sehr spielerisch, aus dem weichen Ton Figuren zu formen. Ergänzend und begleitend zu dem Thema im Unterricht „Fabeln“ wurden überwiegend Phantasiefiguren, zum Beispiel Monster, Drachen, sprechende Hosen etc. geformt, aber auch eigene Vorstellungen konnten umgesetzt werden. Der nächste Schritt war der Umgang mit dem Material „Ytongstein“, was eine ganz andere Herangehensweise voraussetzte: Die Kinder arbeiteten mit Hammer, Säge, Meißel und Raspel.
„Mich beeindruckte, dass einige ganz präzise Vorstellungen mitbrachten, sich nicht von mir zu Phantasieformen anregen lassen wollten, dann aber zäh und ausdauernd ihre Idee umsetzten“, erklärte Karin Meiner.
Die Schüler und Schülerinnen gingen dabei völlig ungezwungen mit den Werkzeugen und dem Ytongstein um.
Ytongstein-Gestaltungen werden im Schulgarten platziert
Das Kreativangebot steht in Ergänzung als auch Kontrast zu den
Lernstrukturen im Unterricht. Die Kinder freuen sich auf das Werkeln und wissen, dass sie frei experimentieren und dabei ihre eigene Phantasie entdecken und dieser freien Lauf lassen können. Nun können die Kinder mit Stolz auf ihre ausgestellten Ton-Figuren in der Schauvitrine im Eingangbereich der Schule zeigen. Gespannt sind alle, welche Ytongstein-Gestaltungen im Schulgarten platziert werden.
Bei der Bearbeitung des groben Materials war Teamarbeit gefragt.
