Erfolgreiche Premiere der Theatergruppe Lampenfieber in Wassenach
„Der Meisterboxer“ in der Klieburghalle
Wassenach. Mit dem Schwank „Der Meisterboxer“ von Otto Schwartz eröffnete die Theatergruppe Lampenfieber am vergangenen Samstag, 21. Oktober die diesjährige Theatersaison in Wassenach. Die Besucher der Premierenvorstellung wurden nicht enttäuscht. Mit dem Schwank in drei Akten, der besonders durch Fernsehübertragungen des Millowitsch-Theaters bekannt wurde, hatte die Theatergruppe ein Stück gewählt, das viel Frohsinn und Heiterkeit versprach. Das Ensemble zeigte sich bestens vorbereitet und in guter Form. „Das Herz auf der Zunge, das Lachen im Blick, die Kraft in der Lunge, den Schelm im Genick“. Getreu diesem Ausspruch hat sich die Theatergruppe Lampenfieber seit 1996 zusammengefunden und bildet seither einen festen Bestandteil der Gemeinde Wassenach. Das Ensemble, das dieses Jahr unter der Regie von Martina Fischbach und Daniela Seegardel agierte und bereits seit Anfang des Jahres fleißig probte, zeigte sich bereits bei der Premiere in Hochform.
Weitere Termine
Mehrere Rollen wurden doppelt besetzt und so dürften auch die weiteren geplanten Aufführungen am 28. September, um 20 Uhr, 29. September, um 17 Uhr und am 3. Oktober, um 17 Uhr für alle Besucher unterhaltsame Stunden bieten. Kartenbestellungen für diese Vorstellungen können noch bei Elisabeth Göhring unter Tel. (0 26 36) 37 93 erfolgen. Alljährlich ist der größte Erfolg der Truppe, wenn sie nach vielen Proben mit den Zuschauern von nah und fern ein paar frohe und unterhaltsame Stunden verbringen können. Das dürfte auch in diesem Jahr zweifelsfrei wieder der Fall sein.
Lieber ein Doppelleben als eine Gemüseleiche
Erneut konnte Martina Fischbach das in froher Erwartung in der Klieburghalle harrende Premierenpublikum aufs Herzlichste begrüßen. Sie wünschte allen Besuchern einen recht unterhaltsamen Abend bei dem turbulenten Geschehen auf der Bühne. Hier bildete die Villa des Marmeladenfabrikanten Breitenbach die Kulisse für das Geschehen. Die rund 250 Zuschauer in der Klieburghalle kamen aus dem Lachen nicht heraus. Turbulent ging es in der Villa Breitenbach zu. Der Marmeladenfabrikant Friedrich Breitenbach, gespielt von Herbert Pütz, wird von seiner Ehefrau Adelheid, alias Rita Friedrich, an der kurzen Leine gehalten und zu Essen gibt es nur noch gesunde und kulinarische Kost. „Ich wäre schon längst eine Gemüseleiche, wenn mir die Köchin Rosa (Melanie Decker) nicht zwischendurch etwas zu essen gäbe“, wusste er festzustellen. Diesem Zustand möchte er entfliehen und führt ab sofort ein Doppelleben. Um mit seinem Freund, dem Kanzleirat Tobias Wipperling (Egon Adams) auf Schweinebratentour zu gehen, erzählt er seiner Frau, er sei jetzt Boxer und nutzt dabei die Namensverwandtschaft zu dem Meisterboxer Friedrich Breitenbach (Simon Fischbach). Dies ruft Amalie Wipperling (Elisabeth Göhring), die Ehefrau des Kanzleirats auf den Plan, die aus ihrem Mann einen vortrefflichen Schwimmer machen möchte. Zu allem Überfluss macht die Tochter Lotte Breitenbach (Anna Grundmann) auch noch die Bekanntschaft mit dem richtigen Meisterboxer und verliebt sich in ihn, ohne seine Identität zu kennen. Es kommt, wie es kommen musste: Als der wahre Meisterboxer zu einem Kampf in die Stadt kommt, droht der Schwindel aufzufliegen. Adelheid Breitenbach möchte natürlich ihrem Mann bei seinem vermeintlichen Boxkampf zuschauen. Dank der guten Ratschläge von Rosa kann dies noch einmal verhindert werden. Derweil kommt Amalie Wipperling ihrem Mann auf die Schliche. Der Sohn des Hauses, Fritz Wipperling (Oliver Lange) hat andere Sorgen. Die Tänzerin Coletta Corolani (Daniela Seegardel) möchte eine unbezahlte Rechnung von ihrem „Frederico“ beglichen haben. Als sie auftaucht, ist das Chaos perfekt, denn wer ist der richtige bei dreimal Friedrich Breitenbach?
Schwank mit Happy End
Doch, wie könnte es anders sein: Es gibt auch bei diesem Schwank ein Happy End und alle finden wieder zueinander. Ein witziger und unterhaltsamer Schwank, der jedermann zu empfehlen ist. Wer mehr erfahren will, sollte die weiteren Aufführungen am kommenden Wochenende nicht verpassen. Nach der gelungenen Premierenvorstellung wurden die Darsteller mit sehr viel Applaus bedacht. Martina Fischbach bedankte sich im Namen der Theatergruppe Lampenfieber sowohl bei allen Darstellern für die gezeigten Leistungen sowie beim begeisterten Publikum. Für sie und die Co-Regisseurin Daniela Seegardel es einen Blumenstrauß. Allen, die in irgendeiner Form an dieser tollen Aufführung mitgewirkt hatten, ob im Vorfeld beim Bühnenaufbau, bei der Licht- und Tontechnik oder aber beim Druck der Flyer und Plakate, wurde ebenso ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Ein ganz besonderer Dank galt den Neulingen im Ensemble für ihren glänzenden Einstieg: Anna Grundmann, Melanie Decker und Simon Fischbach glänzten bei ihrem Debüt und sie sind bei allen Vorstellungen mit von der Partie. Bei den weiteren Vorstellung kommen noch im Wechsel der Besetzung der Premierenvorstellung zum Einsatz: Alfred Scharrenbach (als Marmeladenfabrikant Friedrich Breitenbach), Renate Erler (als seine Frau Adelheid), Klaus Erler (als sein Sohn Fritz), Christel Rossel (als Amalie Wipperling) und Elke Groenefeld-Kirchesch (als Corletta Corolani). Im Anschluss an die erfolgreiche Premierenvorstellung wurde noch lange im Foyer der Klieburghalle gefeiert. Die Theatergruppe Lampenfieber würde sich für ihre nächsten Aufführungen über ein volles Haus in der Klieburghalle freuen.
Nur die Flucht auf den Kachelofen rettet den Marmeladenfabrikanten vor dem Meisterboxer.
Das Ensemble der Theatergruppe Lampenfieber lief bei der Premierenvorstellung bereits zur Höchstform auf: (auf der Bühne v.li.) Rita Friedrich, Herbert Pütz, Melanie Decker, Elisabeth Göhring, Egon Adams, Daniela Seegardel, Oliver Lange, Anna Grundmann und Simon Fischbach, sowie Martina Fischbach (vorne li.). Fotos: WK
