Politik | 13.10.2014

Frauen-Union Rheinland-Pfalz im Kreis Ahrweiler

Der Mensch ist keine Ware - Frauen müssen besser geschützt werden

Landestag der FU in Darscheid

Heike Krämer-Resch, Hedi Thelen und Birgit Collin-Langen. privat

Kreis Ahrweiler. Der Landestag der Frauen-Union Rheinland-Pfalz fand in Darscheid (Lehwaldhalle) statt. Als Delegierte aus dem Kreis Ahrweiler fungierten die Vorsitzende der Kreisfrauen-Union Heike Krämer-Resch, Ingrid Näkel-Surges, Maria Kittel und Inge Heuser. Menschenhandel und Zwangsprostitution, das ist wahrlich kein schönes Thema, so die Landesvorsitzende der Frauen-Union Birgit Collin-Langen, MdeP. Aber sind wir nicht gerade als Frauen-Union auch verpflichtet, den Finger in diese Wunde unserer Gesellschaft zu legen?

Deutschland ist eines der friedlichsten und wohlhabendsten Länder in Europa, verdeutlichte die Landesvorsitzende. Umso mehr muss uns daran gelegen sein, dass alle Menschen, die hier leben, an diesem Frieden, an dieser Sicherheit teilhaben. Es gilt, die Schwachen zu schützen und jeder Form von Ausbeutung und Gewalt einen Riegel vorzuschieben. Und so wollen wir den Blick auf diese dunkle Seite unserer Gesellschaft richten und miteinander überlegen, was wir dagegen tun können, zeigte sich die Landesvorsitzende zum Abschluss kämpferisch und nachdenklich zugleich. Mit Fachleuten wie Annegret Kramp -Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, SR. Lea Ackermann, Vorsitzende des Vereins SOLWODI (Abkürzung von „Solidarity with Women in Distress“ – Solidarität mit Frauen in Not) und Rudolf Berg, Leiter der Kriminaldirektion Trier, wurde über die Probleme von Prostitution und Zwangsprostitution gesprochen. SOLWODI kritisiert seit mehr als einem Jahrzehnt die liberale Prostitutionsgesetzgebung in Deutschland und macht auf die verheerenden Folgen – Ausweitung des Marktes, Zunahme menschenunwürdiger Angebote sowie Zwangsprostitution und Menschenhandel – aufmerksam. In einem neuen Gesetzesentwurf seien für SOLWODI besonders wichtige Punkte wie die Anhebung der Altersgrenze auf 21 Jahre oder verpflichtende Gesundheitsuntersuchungen nicht umgesetzt worden, verdeutlichte SR. Lea Ackermann vehement. SOLWODI werde weiterhin für ein grundsätzliches Verbot des Kaufs sexueller Dienstleistungen eintreten. „Wir fordern einen Perspektivwechsel durch Ächtung der Freier“, sagte sie. „Das langfristige Ziel von SOLWODI ist und bleibt: Ein Europa ohne Prostitution“, so Sr. Dr. Lea Ackermann. Damit alle Frauen und Mädchen in Würde leben können und Gleichberechtigung möglich wird. Ergänzend zu den Aussprachen wurde auch für die nächsten beiden Jahre der Landesvorstand neu gewählt. Ein Grußwort sprach Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, MdB und Bundesvorsitzende der Frauen-Union. Der neue Landesvorstand besteht aus der Vorsitzenden Birgit Collin-Langen, den Stellvertreterinnen Gabi Franzen und Sieglinde Schmitz und den 12 Beisitzerinnen aus den einzelnen Bezirken. Das Schlusswort hielt die neue und zugleich bisherige Vorsitzende Birgit Collin-Langen. Weitere Informationen zu der Frauen-Union finden sind zu finden unter: www.cdu-fu-kreis-aw.de.

Pressemitteilung

der Frauen-Union Rheinland-Pfalz Kreis Ahrweiler

Heike Krämer-Resch, Hedi Thelen und Birgit Collin-Langen. Foto: privat

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