Politik | 29.07.2013

Wirtschaftsjunioren warnen vor Mindestlohn und neuen Hürden

Der jungen Wirtschaft fehlen Mitarbeiter

Berlin/Kreis Ahrweiler. Der jungen deutschen Wirtschaft fehlen schon jetzt 50.000 Mitarbeiter. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Wirtschaftsjunioren Deutschland unter ihren Mitgliedern gemacht haben. „Wenn wir den Fachkräftenachwuchs nicht in den Griff bekommen, dann können wir das Thema Wirtschaftswachstum in ein paar Jahren abhaken“, sagt Sándor Mohácsi, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Gesucht werden nicht nur Fachkräfte. „Uns fehlen vor allem Mitarbeiter mit dualer Ausbildung, zum Teil sogar ungelernte Kräfte“, betont Mohácsi. Schon jetzt sei es nicht mehr möglich, ausreichend gute Bewerber zu bekommen, um für den eigenen Bedarf auszubilden. „Ein Viertel der Ausbildungsplätze in unseren Unternehmen bleibt bereits unbesetzt“, erläutert Mohácsi. „Diese Situation ist auch eine Chance für unsere Gesellschaft“, betont Mohácsi. „Wir haben die Chance, jetzt einen Arbeitsmarkt zu gestalten, der modern und familienfreundlich ist, an dem alle teilhaben und der in Zukunft ein Standortvorteil im internationalen Wettbewerb sein wird.“ Deshalb spricht sich die junge Wirtschaft gegen Mindestlöhne und neue Zugangshürden zum Arbeitsmarkt aus. „Wer Mindestlöhne will, nimmt in Kauf, dass Menschen der Zugang zum Arbeitsmarkt verbaut wird“, betont Mohácsi. „Wohin das führt, sehen wir gerade in Südeuropa“, sagt Mohácsi. „Die Folge von Mindestlöhnen sind sozialer Unfriede und zerstörte Chancen.“ Gleichzeitig fordert die junge Wirtschaft, mehr in Bildung zu investieren und den Übergang von der Schule in den Beruf besser zu begleiten. „Wenn es gelingt, dass unser Bildungssystem keine Bildungsverlierer mehr produziert, dann ist das schon die halbe Miete“, betont Mohácsi. Die Situation auf Bundesebene gilt auch für den Landkreis Ahrweiler, bestätigt Dr. Bernd Greulich, Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Rhein-Ahr. „In den Unternehmen unserer Mitglieder wird es zunehmend schwerer, freie Stellen adäquat zu besetzen. Insofern decken sich die Ergebnisse der bundesweiten Mitgliederbefragung mit den Gegebenheiten vor Ort“, stellt Dr. Greulich fest. Pressemitteilung der

Wirtschaftsjunioren Deutschland

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Imageanzeige
Anzeige 35-jähriges Jubiläum
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Familien Sommerfest KG Rot Gold Niederbachem
Heimat aktiv erleben
Projektingenieur
Erzieher / Heilerziehungspfleger / Pflegefachkraft (m/w/d)
Empfohlene Artikel
GRÜNE Kreistagsfraktion (li,mi,re) mit Schulleiter Dr. Klaus Müller (2.v.r.), Erich Seul und Jörg Hamacher (Kreisverwaltung)
79

Kreis Ahrweiler. Das Bildungsangebot der Berufsbildenden Schule des Kreises Ahrweiler ist in seiner Vielfalt einzigartig. Der Berufsbezug steckt in jedem der schulischen Ausbildungswege, vom Vorbereitungsjahr über die Fachoberschule bis zur Fachschule für ‚Soziales‘ oder ‚Pflege‘. Berufstätige können über eine hybride Variante in Präsenz- plus Online-Unterricht die Fachoberschulreife erlangen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
632

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen