Bergkameradschaft DIE WATZMÄNNER aus Wehr
Durch das idyllische Dahner Felsenland
Wehr. Das Dahner Felsenland liegt in der Südwestpfalz und grenzt im Süden an die Ausläufer der französischen Vogesen. Unzählige Buntsandsteinformationen haben dem Landstrich seinen Namen verliehen und 16 mittelalterliche Felsenburgen locken Wanderer aus nah und fern in den mittleren Wasgau. Traumhafte Aussichten von exponierten Felsennestern in einsame Bachtäler und über die ausgedehnten Wälder der Pfalz sorgen darüber hinaus für ein herausragendes Wandererlebnis. Zwei Tage durchstreifen die Wehrer Watzmänner dieses Wandereldorado. Am ersten Tag wanderte die elfköpfige Gruppe über die 23 Kilometer lange Etappe des Felsenland-Sagenweges von Erfweiler nach Bundenthal. Sagenumwobene Plätze und eine Reihe von bizarren Felsformationen sind entlang der Route zu bewundern, die über mehrere Aussichtspunkte zur Burgruine Drachenfels führt.
Versteinerte Raufbolde
Wie ein einzeln stehender Backenzahn ragt der Burgfelsen des mittelalterlichen Gemäuers auf einem Bergrücken in den Himmel. Über ausgetretene Sandsteintreppen und Eisenleitern wird er bestiegen, um die traumhaften Fernsichten über das Dahner Felsenland zu genießen. An der Gertraudenkapelle vorbei geht es zur Burg Berwartstein hinüber, die als einzige Burg im Wasgau noch bewohnt ist und besichtigt werden kann. Schmale idyllische Waldpfade führen dann zu den Fladensteinen. Haushohe Buntsandsteinfelsen erheben sich mitten im Forst, bei denen es sich der Sage nach um versteinerte Raufbolde handelt die auf ihre Erlösung warten. Im kurz darauf anzulaufenden Zielort Bundenthal kehrten die Watzmänner in einem Landgasthof zur Nachtruhe ein, um dann am zweiten Tag die Sieben-Burgen-Tour in Angriff zu nehmen. Diese 24 Kilometer lange Runde ist eine konditionelle Herausforderung mit kulturhistorischen Highlights. 1.200 Höhenmeter sind zu bewältigen und sieben Felsenburgen wollen bestiegen sein. Vom Start- und Zielort Schönau geht es auf einem vier Kilometer langen Steilanstieg zur Wegelenburg hinauf, die auf dem 570 Meter hohen Schlossberg von den staufischen Kaisern in die Felsen hineingebaut wurde.
Raubritternest bestiegen
Traumhafte Aussichten über die ausgedehnten Wälder der Pfalz bis weit in die Vogesen hinein entschädigen die Gruppe für den kräftezehrenden Anstieg. Gleich hinter der französischen Grenze werden noch die Hohenburg und Burg Löwenstein bestiegen. Auch von den Aussichtsplattformen dieser Felsenburgen sind die Panoramablicke überaus beeindruckend. Auf windungsreichen Waldpfaden wanderten die Bergkameraden dann durch frühlingshaft aufblühenden Mischwald am Langenfelsen vorbei. Mitten im Wald wächst hier eine wildzerklüftete Felsformation bis über die Baumkronen hinaus, die mit ein wenig Klettergeschick auch bestiegen werden kann. Zur Mittagszeit wird am Fuße von Burg Fleckenstein Einkehr gehalten. Auch diese gewaltige Feste ist wie alle Felsenburgen im Wasgau in einen hoch aufragenden Sandsteinfelsen eingelassen. Treppen, Brunnen, Gemächer, ja ganze Säle hat man in den Fels gehauen, die zum Teil heute noch besichtigt und begangen werden können. So staunten die Wanderer nicht schlecht, als sie durch Schächte, verwinkelte Aufgänge und Geheimtreppen zur Aussichtsplattform aufsteigen, um die herrliche Rundumsicht zu genießen. Noch zwei weitere Burgen, darunter ein ehemaliges Raubritternest werden bestiegen, bevor die Gruppe über die Wegespinne Col du Maimont wieder nach Deutschland zurückgelangt und als letzten Felsenhorst Burg Blumenstein erobert. An Fischteichen vorbei gelangen die Wehrer Watzmänner schließlich wieder zurück nach Schönau, wo diese traumhafte Route durch das Dahner Felsenland ihr Ende findet. Tief beeindruckt von den vielfältigen Eindrücken und der abwechslungsreichen Routenführung traten die Watzmänner sodann den Rückweg ins Brohltal an. Ausführliche Wanderberichte und Fotoserien dieser Zweitagestour können auf der Startseite des Wanderportals www.die-wehrer-watzmaenner.de eingesehen werden.
