Allgemeine Berichte | 10.08.2015

FrauenForum Kreis Ahrweiler e.V.

Ein Zeugnis großer Zivilcourage in Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Zivilcourage hat großen Seltenheitswert. Wen wundert`s, denn sie bedarf Mut - großen Mutes.

Wir kennen sie aus Romanen und Filmen, die mutigen Helden, die trotz aller Ängste und Bedrohungen mutig kleine und große Welten retten. Aber selten nur hören wir von realen Helden, ganz normalen Menschen, die sich unter höchstem Einsatz für das Leben und die Rechte anderer Menschen einsetzen.

Im Juni 2015 hatte das Frauenforum Kreis Ahrweiler e.V. zu einem frauengeschichtlichen Rundgang eingeladen. Anita Saal führte durch die Altstadt von Ahrweiler zu den Häusern, in denen bis zur NS Zeit jüdische Bürger gelebt hatten, die dann deportiert worden sind und in den Konzentrationslagern ihren Tod fanden. Auf den Stolpersteinen sind sie zum Gedenken mit Namen und ihrem Deportationsort genannt. Stille Zeugen, die durch Nennung von Name und Ort die vergangenen Geschehnisse wieder näher rücken und betroffen machen. Zu vielen dieser Namen wusste Frau Saal Persönliches zu berichten und hat Zusammenhänge aufgezeigt, die den grenzenlosen Zynismus und die Brutalität des Naziregimes noch einmal verdeutlichten.

Zum Abschluss der Führung versammelte man sich in der Synagoge. Dort erzählte Frau Saal sehr anschaulich die Geschichte von einer jüdischen Frau und ihrem Sohn, die Frauen aus einer Nachbarschaft in Ahrweiler von 1942 bis zum Ende des 2. Weltkrieges vor den Nazis versteckten und dadurch retteten. Möglich war das den Frauen nur aufgrund eines gut funktionierenden Netzwerkes, eines gut durchdachten Planes, absolutem Stillschweigens und ganz besonders - großer Zivilcourage. Ein Beispiel, das die Zuhörerinnen zutiefst beeindruckte - nicht fiktiv, nicht weit entfernt, sondern sehr real und ganz nah.

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