Lokalsport | 21.08.2013

25 Jahre SG Bad Breisig

Eine feste Größe im Gesamtkomplex

Sie lassen das bunte Tuch fliegen, die SG Gymnastikfrauen.

Bad Breisig. Die SG Bad Breisig feierte ihren 25. Geburtstag und viele kamen. Das gilt nicht nur für die Mitglieder sowie Sportfreunde aus der Umgebung, sondern auch für Prominenz aus Sport und Politik, die mit Glückwünschen an einen der größten Vereine des Kreises Ahrweiler am Sonntag den Weg ins Rheintalstadion fanden. So konnte der Vereinsvorsitzende Guido Ernst, frisch am Meniskus operiert und mit Krücken - neudeutsch: Gehhilfen - bewaffnet, Landrat Dr. Jürgen Pföhler an der Spitze der Gratulanten begrüßen. Dem Kreischef schlossen sich Schirmherr und Bürgermeister Bernd Weidenbach sowie die CDU-Bundestagskandidatin Mechthild Heil sowie für den Sportbund Rheinland der Sportkreisvorsitzende Fritz Langenhorst an. Ernst gab zu „gespannt und etwas aufgeregt“ zu sein nach monatelangen Vorbereitungen und angesichts drohender Regenwolken: „Dieser Tag ist für uns nicht nur ein runder Geburtstag, sondern er bietet auch eine große Chance für den Verein. Angesichts des sich wandelnden Freizeitverhaltens ergibt sich hier die Gelegenheit, Menschen für das Vereinsleben zu interessieren, die noch außerhalb stehen. Das Angebot des Vereins zeigt unsere Lebensfreudigkeit und unser Bestreben, möglichst vielen Interessenten eine Heimat zu bieten.“ Anschließend wies Landrat Dr. Pföhler in seinem Grußwort an den Jubiläumsverein auf den „unglaublich sportlichen Kreis Ahrweiler“ hin: „Hier sind 40000 Menschen, damit rund ein Drittel der Kreisbevölkerung, in mehr als 200 Sportvereinen engagiert. Und die SG Bad Breisig bildet mit mehr als 600 Mitgliedern eine feste Größe im Gesamtkomplex.“ Dabei betonte der Landrat auch die Wichtigkeit eines gesunden Vereinslebens in „einer Zeit voller Veränderungen und Orientierungslosigkeit. Hier sind die Vereine gerade für unsere Kinder und Jugendlichen ein wichtiger Stabilisator und ein Garant für Kameradschaft und Geselligkeit. Wer Sport betreibt, der lernt, die Spielregeln zu akzeptieren und mit Siegen wie mit Niederlagen umzugehen.“. Etwas in der Geschichte von Stadt und Verein blätterte Bürgermeister Bernd Weidenbach. Der nannte - nach der politischen Vereinigung der beiden Stadtteile durch die Kommunalreform in den 70er Jahren - den sportlichen Zusammenschluss der Germania Oberbreisig und des SV Niederbreisig 1988 eine „Bereicherung für das gesellschaftliche Leben in der ganzen Stadt und darüber hinaus“. Der Bürgermeister weiter: „Hier werden neue Kontakte geknüpft. Hier wird integriert. Unabhängig von Religion, Hautfarbe, oder politischer Ansicht wurde hier in einem Balanceakt zwischen Bewährtem und Neuem eine Gemeinschaft entwickelt, die heute als gelungen bezeichnet werden muss. Das auch deshalb, weil sie allen Sportinteressenten eine Heimat im Breiten- wie auch im Leistungssport bietet. Mein Dank und meine Anerkennung gelten all denen, die sich hier engagieren - was in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich zu sein scheint.“ Dass Weidenbach damit den Kern des Vereinslebens getroffen hat, davon konnten sich anschließend alle selbst überzeugen. Denn gut beschirmt führte Guido Ernst die Prominenz anschließend bei einsetzendem Regen, aber bester Stimmung, durch den Parcours der Attraktionen im Rheintalstadion, mit denen sich die sechs Abteilungen der SG präsentierten. Am Infostand der Kampfsportler gaben Leiterin Monika Distelrath und Daniel Poétes bekannt, dass die bisher überwiegend aus Jugendlichen bestehende Gruppe mit Trainingssitz in der alten Schule in Oberbreisig künftig die traditionelle japanische Kampfkunst Aikido auf für Erwachsene anbieten wird. Nähere Informationen gibt es bei Monika Distelrath, Tel. (0 26 33) 47 57 37 oder Daniel Poétes, Tel. (01 75) 86 89 29 95. Nebenan, bei den Tischtennissportlern, durften Talente ihr Reaktionsvermögen testen und gingen mit dem DTTB-Abzeichen nach Hause. Und parallel dazu auf dem Kunstrasen hatten dann die Fußballer und der DFB das Sagen: Hier ging es um die Abzeichen des Deutschen Fußball-Bundes, fachmännisch abgenommen durch die Trainer Thomas Remark und Frank Buska sowie Spieler er Rheinlandliga-Mannschaft. Im Mittelkreis dominierten die blauen SG-Trikots der Gymnastikfrauen, die zweimal ihre Fitness mit dem und um das große, bunte Tuch unter Beweis stellten, und die Südhälfte des Stadions gehörte den Leichtathleten und Daniel Altenhofen und Irene Richter beim Eltern-Kind-Dreikampf oder rund um das Spielmobil. Und ganz zum Schluss, aber nur der entfernten Lage wegen, waren da die Taucher, die ihren Sport im großen Tauchbecken demonstrierten und zum Schnuppertraining in die Unterwasserwelt einluden. Und hier zeigte die 13-jährige Katja als jüngstes Abteilungsmitglied zusammen mit ihrem Tauchlehrer: Daumen hoch, für: alles in Ordnung“. Was Guido erst dann nach Fest zusammenfasste: „Vielen Dank an alle. Wir können mit dieser Jubiläumsfeier sehr zufrieden sein.“ Auch weil mit Beendigung des Rundgangs die Prominenz die Schirme schließen und feststellen konnte: Sowohl beim Sport als auch beim Small-Talkrunde um die Kuchentheke funktioniert das Vereinsleben bei der SG Bad Breisig.

Sie lassen das bunte Tuch fliegen, die SG Gymnastikfrauen.
Eine feste Größe im Gesamtkomplex

Alles in Ordnung im Tauchbecken und auch bei der gesamten Jubiläumsfeier.

Sie lassen das bunte Tuch fliegen, die SG Gymnastikfrauen.

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