Allgemeine Berichte | 13.02.2014

Seltene und besondere Ehrung für Karl Nonn

Eiserner Meisterbrief am 91. Geburtstag

Eiserner Meisterbrief am 91. Geburtstag

Brohl-Lützing. Ein äußerst seltenes Jubiläum feierte der Brohler Schreinermeister Karl Nonn. Nicht nur, dass er seinen 91. Geburtstag feiern konnte, sondern ihm wurde eine äußerst seltene Ehrung seitens der Handwerkskammer Koblenz zuteil. „Seit Jahren ehrt die Handwerkskammer ihre Meister 50 Jahre nach ihrer Meisterprüfung mit dem Goldenen Meisterbrief. Nachdem viele Jubilare aber auch den 60. Jahrestag ihrer Meisterprüfung erlebten, wurde der Diamantene Meisterbrief eingeführt. Nunmehr hat es aber auch vereinzelt Meister gegeben, die den 65. Jahrestag ihrer Meisterprüfung erlebten. So wurde die Handwerkskammer diesem Ereignis gerecht und führte erst vor einigen Jahren den Eisernen Meisterbrief ein. Im Falle von Karl Nonn sind es gar 70 Jahre“, erklärte Josef Gans, der in Vertretung von Präsidium und Geschäftsführung der Handwerkskammer Koblenz die seltene Ehrung vornahm.

Vor 70 Jahren legte Karl Nonn seine Meisterprüfung ab

Fast auf den Tag genau vor 70 Jahren, nämlich am 11. Februar 1944 legte Karl Nonn seine Meisterprüfung ab. Der am 7. Februar 1923 in Brohl/Rhein geborene Jubilar begann nach seiner Volksschulzeit eine Schreinerlehre im Betrieb seines Vaters. Während seines Kriegseinsatzes im 2. Weltkrieg erlitt er im September 1942 in Russland eine Handverletzung. Es drohte ihm der Verlust einer Hand. Während der Genesungszeit im Lazarett bildete er sich für die Meisterprüfung in seinem Beruf fort. Diese legte er dann am 11. Februar 1944 ab. Stolz ist er auf sein Meisterstück, ein Nähtischchen mit Intarsieneinlage, das er auch an seinem Jubeltag präsentierte. Nach dem Kriege arbeitete er wieder als Schreinermeister im elterlichen Betrieb, der von seinem Vater Peter Nonn 1934 gegründet worden war. Anfang der 60er Jahre übernahm Karl Nonn den Betrieb von seinem Vater. 1996 übergab er die Schreinerwerkstatt an seinen Sohn Peter Nonn, der den Betrieb jetzt in dritter Generation führt. Während zu den Gründungszeiten des Betriebes eine Schreinerei noch „alles aus Holz rund um das Haus“ be- und verarbeitete, hat man sich heute mehr spezialisiert und widmet sich insbesondere dem Innenausbau. Bis zu seinem 80. Geburtstag arbeitete der Jubilar auch nach der Betriebsübergabe noch im Betrieb mit. Während seiner Zeit als Betriebsinhaber bildete Karl Nonn ca. 15 - 20 Lehrlinge aus. Und so freute er sich besonders, dass sowohl die heutige Belegschaft des Familienbetriebes wie auch einige ehemalige Mitarbeiter dem Jubilar anlässlich seines Geburtstages die Aufwartung machten und Glückwünsche aussprachen.

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