Rheinlandliga SG Bad Breisig
Elfmeterfluch hält an
Bad Breisig. Der erste Einsatz für Interimstrainer Ilkay Keskin begann mit 15-minütiger Verspätung, da die Gäste aus Kyllburg wegen eines Staus auf der A 61 verspätet im Rheintalstadion ankamen. So begann die erste Partie nach dem Rücktritt von Ex-Trainer Remark um 14.45 Uhr.
Beiden Mannschaften merkte man die Nervosität an, sodass in der ersten Halbzeit lediglich in der Anfangsphase eine Chance für Badem und ein Freistoß von Florian Lückenbach, den der Torwart der Gäste kurz vor der Halbzeit parieren konnte, zu vermelden war. Beide Mannschaften neutralisierten sich ansonsten im Mittelfeld. Die Zuschauer sahen ein zerfahrenes Spiel ohne große Höhepunkte, in dem beide Torhüter Zeit für Dehnübungen hatten, um bei regnerischem Wetter nicht zu sehr abzukühlen.
Im zweiten Durchgang gab es zumindest einige Chancen, die die Zuschauer etwas aufmunterten. So köpft Giovanni Lubaki, der noch ein wenig angeschlagen aus dem Spiel in Mendig aufgelaufen war, freistehend auf das Tor. Leider bekam er nicht genug Druck auf den Ball, sodass der Bademer Keeper Plei diesen leicht aufnehmen kann. Gleich im Gegenzug hat dann der Stürmer der Gäste eine ähnliche Kopfballchance. Diesmal ist es Michael Prangenberg, der Torwart der SG Bad Breisig, der rechtzeitig im bedrohten Eck ist und den Ball parieren kann. Auch in der Folge gab es immer wieder Einschussmöglichkeiten, die allerdings nicht zum Erfolg führten. Wie nervös die Mannschaft auch noch bis weit in die zweite Halbzeit war, zeigte sich an einer neu einstudierten Freistoßvariante, die zwischen Lückenbach und Rieder abgesprochen war, aber total daneben ging. So ließen die Spieler auch diese gute Möglichkeit liegen.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit konnte sich dann Jan Rieder noch einmal über die linke Seite durchsetzen. Er ließ mehrere Gegenspieler stehen und sprintete in den Strafraum. Der Schlussmann der Gäste warf sich ihm entgegen, erwischte allerdings nicht den Ball, sondern nur die Beine des Angreifers. Der Schiri pfiff den fälligen Elfmeter. Aber es ist, als läge ein Fluch auf der Mannschaft: Egal wer zum Elfmeter antritt, der Ball will einfach nicht in die Maschen. Diesmal war es Kapitän Florian Lückenbach, der sich der Verantwortung stellte, den Strafstoß aber knapp daneben schoss.
In den letzten Minuten des Spieles mussten die Heimfans dann noch den Atem anhalten. So tauchte der Stürmer aus Badem plötzlich frei vor Prangenberg auf. Dieser verkürzte aber geschickt den Winkel, sodass der Schuss das Tor knapp verfehlte.
In der letzten Minute war es dann Mete Begen, der für seinen bereits ausgespielten Torwart den Ball von der Linie kratzen konnte und so eine erneute Niederlage verhinderte.
Letztendlich musste sich das Trainergespann Keskin/Buska mit einem 0:0 zum Einstand zufrieden geben. Ganz so negativ sahen sie das Spiel aber nicht, denn es war die erste Begegnung, nach der „hinten die Null stand“. Die Einstellung und auch der unbedingte Wille, diese Negativserie zu beenden, sind unverkennbar. Trotzdem bleibt noch viel Arbeit.
Die nächsten 3 Spiele in Karbach, gegen TuS Koblenz II und bei Eintracht Trier II werden in jedem Fall enorm schwer, da hier drei Aufstiegsfavoriten die Gegner sein werden. Aber eigentlich kann man da befreit aufspielen, weil hier jeder Punkt ein zusätzlicher, nicht eingeplanter Punkt ist. Wichtig wären diese trotzdem, denn man würde sich zum einen endlich wieder für die viele Arbeit im Training und den Spielen belohnen und zum anderen den Anschluss an das Mittelfeld nicht schon früh in der Saison zu verlieren.
Beide Mannschaften gaben sich viel Mühe, aber so richtig lief es nicht
