Ahrweiler Kreistag wird künftig bunter mit sieben politischen Gruppierungen
Ergebnisse der Kreistagswahl im Kreis Ahrweiler
Kreis Ahrweiler. Der Ahrweiler Kreistag wird künftig etwas bunter sein als bisher, wenn man das vorläufige Ergebnis der Kommunalwahl als Grundlage heranzieht. Mit der Alternative für Deutschland (AfD) zieht die sechste Fraktion in das Gremium ein, und zwar gleich mit drei Sitzen nach einem Wahlergebnis von 5,6 Prozent bei der ersten Teilnahme. Erstmals im Kreistag vertreten ist auch die Linke mit einem Sitz dank einem Wahlergebnis von 2,1 Prozent, sie ist damit die siebte Gruppierung, wenn auch ohne Fraktionsstatus. Keine wesentliche Veränderung hingegen gab es bei den „großen Parteien“. Die CDU bleibt stärkste Partei mit 45,7 Prozent der Stimmen, musste allerdings einen ganz leichten Rückgang um 0,2 Prozentpunkte hinnehmen. Erneut gelang es nicht, die absolute Mehrheit zu erlangen, denn mit nach wie vor 21 Sitzen fehlen drei Sitze in dem 46 Mitglieder starken Gremium. Es bleibt abzuwarten, welche Koalitionen oder welche politischen Zusammenarbeiten sich im Verlauf der Gespräche der nächsten Wochen ergeben. Die SPD gewann leicht 0,3 Prozentpunkte hinzu und kommt nun auf 19,1 Prozent, was erneut neun Sitzen im Kreistag entspricht. Grüne gewinnen, FDP und FWG verlieren. Einen Sitz hinzugewonnen haben die Grünen, die ihr Ergebnis um 0,7 Prozentpunkte verbessern konnten und jetzt zweistellig sind mit 10,2 Prozent, was nunmehr fünf Sitzen entspricht. Trotz eines Verlustes von 3,3 Prozentpunkten bleibt die FWG drittstärkste Fraktion mit 11,7 Prozent, muss allerdings zwei Sitze abgeben und ist künftig nur noch mit fünf Personen im Kreistag vertreten. Besonders schlimm erwischte es jedoch die FDP, die mehr als die Hälfte ihrer Stimmen verlor. Nach 10,8 Prozent in 2009 machten diesmal nur 4,6 Prozent der Wähler ihr Kreuzchen bei den Liberalen, was einem Minus von 6,2 Prozentpunkten entsprach. Folgerichtig sind sie künftig nur noch mit zwei statt bisher fünf Sitzen immer Kreistag vertreten. Nicht für einen Sitz im Kreistag reichte es für die Piraten, die aber immerhin 1,1 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen konnten. Welche konkreten Personen im künftigen Ahrweiler Kreistag vertreten sein werden, stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Aufgrund des sehr hohen Anteils von Briefwählern und der überdurchschnittlich hohen Zahl von Wählern, die von der Möglichkeit des Kumulierens und des Panaschierens Gebrauch gemacht hatten, dauerte das Auszählen der einzelnen Stimmen länger als bei der vorigen Europawahl. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,6 Prozent und damit um 1,9 Prozentpunkte höher als bei der Kreistagswahl 2009. Deutlich gesunken ist dagegen die Zahl der ungültigen Stimmzettel von 3,2 auf 2,4 Prozent.
