Allgemeine Berichte | 06.10.2013

Waldbauverein Ahrweiler zu Gast im Spreewald

Exkursion fand großen Anklang

Von Hand getriebene Kähne sind die vorrangigen Verkehrsmittel im Spreewald. privat

Kreis Ahrweiler. Mit achtzig Teilnehmern fand die diesjährige Spreewald–Exkursion des Waldbauvereins Ahrweiler rund um Lübbenau und Lehde großen Anklang.

Mitarbeiter des Freilandmuseums Lehde berichteten über das Leben und Wirken der sorbischen Bevölkerung, die ihre Sprache und Traditionen bis heute im Spreewald pflegt. Nicht umsonst nennt man den Spreewald das „Venedig des Nordens“.

So ist das UNESCO geschützte Waldgebiet und Biosphärenreservat von mehr als neunhundert Kilometern Wasserstraßen, den sogenannten „Fließen“, durchzogen.

Die Holzbringung, vorwiegend sind es Roterlen, Eichen, Eschen und Pappeln, wird erst durch den Einsatz von Seilkränen möglich. Durch den feuchten und sumpfigen Boden sind diese Arbeiten, ebenso wie die Ausübung der Jagd, meist mit großen Schwierigkeiten verbunden. Mitarbeiter der brandenburgischen Oberförsterei Lieberose führten die Besucher aus dem Ahrkreis per Kahn durch die Försterei Schützenhaus und schilderten sehr offen die positiven Schnittstellen, aber auch die Probleme der Forstwirtschaft mit einigen praxisfernen Forderungen des Naturschutzes und der Verwaltung des Biosphärenreservats.

Besuche im Peitzer Teichland – hier werden auf mehr als neunhundert Hektar Wasserfläche Karpfen, Wels und Hecht gezüchtet -, in der rekonstruierten „Slawenburg Raddusch“ und ein Tag in Berlin, rundeten die Lehrfahrt des Waldbauverein Ahrweiler ab.

Von Hand getriebene Kähne sind die vorrangigen Verkehrsmittel im Spreewald. Foto: privat

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