Allgemeine Berichte | 15.07.2014

Auftaktfest der 41. Kulinarischen Woche in Bad Breisig - Schlemmerabend

Festlicher Kanadischer Abend

Hochbetrieb am Büffet mit kanadischen Leckereien.FA

Bad Breisig. Das mit dem Wetter, das hatten sich die Bad Breisiger Gastronomen und die Verantwortlichen der Werbegemeinschaft natürlich anders gedacht. Sie hatten das weite Freigelände rund um die Römer-Thermen für das Open-Air-Festival des kulinarischen „Schlemmerabends“ wieder einmal pikfein hergerichtet - und dann kam der Regen. In einer bewundernswerten Gemeinschaftsleistung haben Gastwirte und ihr Personal, Bedienstete der Tourist-Info und freiwillige Helfer die Ruheräume der Römer-Thermen und des Saunabereichs umfunktioniert, mit Sitzgruppen ausgestattet, dekoriert und gastlich gestaltet - alles im Laufschritt und strömendem Regen. Als die über 200 erwartungsfrohen Gäste eintrafen, war alles perfekt - die große Eröffnungsfete der 41. Kulinarischen Woche konnte beginnen. Der „Schlemmerabend“ bildet traditionell den Auftakt des Gourmet-Festes. In seinem Mittelpunkt stand auch diesmal wieder die Inthronisation des alljährlich neu gewählten „Ritters der Tafelrunde“. Dem noch amtierenden Ritter Emil Morsch überreichte Chef-Organisator Werner Pommer ein besonderes Abschiedsgeschenk: Einen Scheck über 680 Euro, Ergebnis einer Sammlung unter den Gastronomen für die verdienstvolle Stefan-Morsch-Stiftung. Diesmal war der „Schlemmerabend“ als „Maple Leaf Party“ komplett auf „Kanadische Küche““ abgestimmt. Entsprechend auch die Kleiderordnung: Waldläufer - Outfit, karierte Oberbekleidung und Jeans. So war die gewünschte „lockere Atmosphäre“ des Abends gewährleistet. Der noch amtierende „Ritter“ Emil Morsch bedankte sich in wohl gereimten Versen für die schöne Zeit, die ihm mit seinem Amt gewährt wurde. Er, ein langjähriges Mitglied der Bad Breisiger KG, bekannte sich als treuer Freund der Quellenstadt. Seine Abschiedsworte waren ein einziges Loblied auf die Restaurants von Bad Breisig: „Die Gastronomen, wohl bekannt, sind Spitze im gesamten Land. Ich werd‘ das weiter auch belegen… auf allen meinen künftigen Wegen…“ Dem Resümee seiner Ritter-Zeit folgte eine kurze Vorstellung seines Nachfolgers. Morsch charakterisierte den „Erben“ Bürger Franz-Josef Schneider als einen erfolgreichen „Mann der Wirtschaft“ mit vielen vorzeigbaren Leistungen. Nach großem Lob des Nachfolgers fand Morsch den Absprung: „Nun ist des neuen Ritters Tag… Er wartet auf den Ritterschlag.“ Bevor der unter der Regie von Bürgermeisterin Hermann-Lersch erfolgte, war es die Aufgabe der charmanten Brunnenkönigin Maren I., die traditionellen „Regularia“ für den „Ritter der Tafelrunde“ vorzutragen. Die in nachempfundenem „Alt-Deutsch“ verfassten Vorschriften geben dem künftigen Ritter einige - auch recht lustige - Verhaltensmaßregeln für sei Amt. Nun musste Franz-Josef Schneider niederknien, um den „Ritterschlag“ mit dem überdimensionalen Kochlöffel über sich ergehen zu lassen. Maren I. war gnädig: Sie berührte nur zart mit dem langen Holz die Schultern des „Delinquenten“. Insignien seiner Würde ist neben dem Kochlöffel die silberne Amtskette mit den Logos aller Vorgänger. Maren I. legte dem demütig Knienden die Kette um die Schultern. So formgerecht „geweiht“, trat Franz Josef Schneider, offensichtlich nicht ungerührt, zu seiner Grundsatzrede ans Mikrofon. Er zeigte sich voll des Dankes für das Vertrauen und Vorfreude auf seine Aufgabe als Bad Breisiger „Ritter der Tafelrunde“. Seinen mit viel Beifall bedachten Worten folgte eine lange Gratulationscour. Deren Highlight war die Glückwunschrede von Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach. Neben einer Laudatio für Franz-Josef Schneider ging Weidenbach noch einmal auf den Stellenwert der Bad Breisiger Gastronomie ein. Man könne nicht oft genug darauf hinweisen, welches Ansehen die Kochkunst quellenstädtischer Gaststätten im ganzen Land habe. Liebe zum Kochen und guten Essen repräsentierten zu guter Letzt auch die 12 Mitglieder des „Koblenzer Kochklubs Nummer 1“. Gemeinsam produzierten sie sich mit Liedern, die eine Hommage an Bad Breisig und seine Kochkunst darstellten. Der neue „Ritter“ Franz-Josef I. übernahm selbst den Dirigentenstab, der in diesem Fall ein Kochlöffel war. Nun kann die 41. Kulinarische Woche starten. Sie dauert vom 18. bis zum 27. Juli und bietet in 9 Restaurants Bad Breisigs Besonderheiten der gastronomischen Kunst: Im Restaurant „Pomm & Pasta“ (Kanadische Küche), Restaurant „Am Kamin“ (Skandinavische Küche), Restaurant „La Madonnina“ (Tunesische Küche), Weinhaus „Templerhof“ (Spanischg/Französische Küche), Hotel „Zur Mühle“ (Österreichische Küche), Wirtshaus „Zum weißen Ross“ (Bayerische Küche), Hotel „Anker“ (Karibische Küche), Restaurant „Alter Zollhof“ (Balkan-Küche), Hotel Rhein-Residenz (Küche Europa/Asien). Infos, Programmhefte mit Verzehrskarten auch über Tourist-Info Bad Breisig, Tel 45 63 - 0. Vorbestellungen in den einzelnen Restaurants sind sehr empfehlenswert. Abschluss der Kulinarischen Woche wieder das große „Sommernachtfest“ mit Höhenfeuerwerk am Samstag, dem 27. Juli.

Der „Ritterschlag“ von Brunnenkönigin Maren I. für „Ritter“ Franz-Josef Schneider.

Der „Ritterschlag“ von Brunnenkönigin Maren I. für „Ritter“ Franz-Josef Schneider.

Hochbetrieb am Büffet mit kanadischen Leckereien.Fotos: FA

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