Politik | 02.03.2015

Liberale aus den Kreisverbänden Ahrweiler u. Neuwied wollen den Wirtschaftsraum stärken

Freie Demokraten für Brücke oder Tunnel am Rhein

FDP will Brücke über den Rhein (v.li.n.re.): Christina Steinheuer, Fr. Pusch, Dr. Hermann Josef Sich , Eckhard Pusch, Ulrich van Bebber, Alexander Buda, Brigitte Schmickler, Tobias Kador und Rudi Rathfelder. privat

Region. Die Freien Demokraten im Kreis Ahrweiler und im Kreis Neuwied sind sich einig. Sie wollen eine Rheinbrücke oder einen Tunnel zwischen Remagen/Sinzig und Linz. „Der Rhein ist nach wie vor ein stark trennendes Element, der das Zusammenwachsen der Region bremst, die wirtschaftliche Entwicklung begrenzt und die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger auf beiden Seiten des Rheins einschränkt. Im Schnitt gibt es am Rhein alle 22 km eine Rheinbrücke. Nur bei uns nicht. Die nächsten Rheinbrücken findet man erst wieder in Bonn oder in Neuwied. Im Kreis Ahrweiler gibt es keine einzige Rheinbrücke,“ begründet der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber die Initiative. Bereits beim Kreisparteitag der FDP in Ahrweiler Mitte Februar hatten die Liberalen des Ahrkreises einstimmig einen entsprechenden Antrag verabschiedet.

Mit den FDP-Vertretern aus dem Kreisverband Neuwied traf man sich jetzt direkt an der Autofähre Remagen-Kripp, um diese Forderung zu untermauern. „Wir sind uns einig, dass durch einen Tunnel oder eine Brücke beide Regionen erheblich profitieren. Ganz aktuell wird dies deutlich anhand der beschlossenen Zusammenarbeit der Krankenhäuser in Remagen und Linz, die durch eine solche Verbindung erheblich erleichtert würde“, erklärt der stellvertretende Kreisvorsitzende der Freien Demokraten im Kreis Neuwied, Alexander Buda. Ein entsprechender Antrag soll auch beim Parteitag der Neuwieder Liberalen am Freitag in Hümmerich beschlossen werden.

„Brücken über den Rhein sind extrem wichtig für die Verkehrsinfrastruktur. Wie wichtig, zeigt sich an den katastrophalen Folgen der Sperrung der Schiersteiner Brücke in Mainz. Was für viele tausend Berufspendler schon ärgerlich genug ist, wächst sich für zahlreiche Gewerbetreibende in der Region zur Existenzbedrohung aus“, so die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Ahrweiler Christina Steinheuer. Die Gewerbegebiete auf beiden Seiten des Rheines schlagen Alarm. Ihnen fehlen die Kunden. Jeder Tag, den die Brücke nicht befahrbar ist, kostet die Wirtschaft 1,4 Millionen Euro, schätzt die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden.

„Eine Brücke oder ein Tunnel ist notwendig...“

Auch der Kreisvorsitzende der FDP Neuwied, Eckhard Pusch bekräftigt: „Eine Brücke oder ein Tunnel ist notwendig, damit die Regionen zusammenwachsen und man die Potenziale auf beiden Seiten besser nutzen kann.“ Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur sei eine zentrale Voraussetzung für wirtschaftlichen Wohlstand. Sowohl die touristisch und mittelständisch geprägte Wirtschaft im Kreis Ahrweiler und dem Kreis Neuwied zwischen den Ballungsräumen Köln/Bonn und Koblenz seien auf schnelle und leistungsfähige Verkehrsverbindungen angewiesen. Alternativ zu einer Brücke soll auch geprüft werden, inwieweit ein Tunnel ökonomisch und ökologisch vorteilhafter sei.

Brigitte Schmickler, FDP-Kreisvorstandsmitglied aus Sinzig, ergänzt: „Dabei soll auch die Ortsumgehung B266 in Lohrsdorf und der weitere Ausbau Richtung Rhein angestrebt werden.“

Auch für die Fachhochschule in Remagen ergebe sich ein vergrößertes Einzugsgebiet, ebenso würde der Tourismus im Kreis Ahrweiler gefördert, weil die Regionen leichter erreichbar würde. Ebenso könnten die Eltern an beiden Seiten des Rheins aus einem größeren Schulangebot auswählen.

Pressemitteilung

Ulrich van Bebber, Vorsitzender

FDP-Kreisverband Ahrweiler

FDP will Brücke über den Rhein (v.li.n.re.): Christina Steinheuer, Fr. Pusch, Dr. Hermann Josef Sich , Eckhard Pusch, Ulrich van Bebber, Alexander Buda, Brigitte Schmickler, Tobias Kador und Rudi Rathfelder. Foto: privat

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