Musik und wertvolle Reden vor dem Bad Breisiger Ehrenmal
Gegen das Vergessen
Bad Breisig. Bei strömendem Regen fand diesmal die Gedenkfeier am Ehrenmal vor dem quellenstädtischen Waldfriedhof statt. Die Schützenvereine waren mit ihren Fahnen angetreten, Delegationen der Ortsvereine und der städtischen Gremien nahmen Aufstellung, die Rhein-Ahr-Spatzen spielten in kleiner Besetzung Choräle und die vereinigten Männerchöre aus Nieder und Oberbreisig sangen unter Rudolf Schäfer angemessenes Liedgut. Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch Sprach zur Eröffnung der Gedenkstunde ihre Grüße, während Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach sie als Kavalier vor dem Regen schützte.
Mahnung zur Friedfertigkeit
Inge Gaebel, Pastorin der evangelischen Christusgemeinde, hatte in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, die Gedenkrede zu halten, und sie tat das mit großer Eloquenz. Es wurde eine höchst eindrucksvolle, mit Beispielen angereicherte Mahnung zur Friedfertigkeit. Die Pastorin schlug auch die verbale Brücke zur Aktualität. Wieder wird gekämpft und gestorben in Kriegsereignissen, und auch verblendete deutsche Jugendliche machen mit. Dem Schrecken mit allen Mitteln entgegenwirken – das ist die Mahnung von Inge Gaebel. Unter unaufhörlichem Regen legten Gabriele Hermann-Lersch, Pastorin Inge Gaebel, VdK-Chef Jürgen Sieler und Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach Kränze am Ehrenmal nieder, ehe sie unter den Klängen der Blasmusik den Opfergang um das Ehrenmal eröffneten. Trotz der unangenehmen Witterung war die Gedenkfeier eine angemessene Veranstaltung, um das Vergessen zu vermeiden und um positiven Einfluss auf die Zukunft zu nehmen.
Im strömenden Regen gedachten zahlreiche Bad Breisiger Bürger den Opfern der Kriege.
