Allgemeine Berichte | 21.02.2014, 12:00 Uhr

DRK-Kreisverbandes Ahrweiler

Gut vorbereitet für den Einsatz im Sanitätsdienst

Zehn Ehrenamtliche bestehen ärztliche Prüfung der DRK-Sanitätsdienstausbildung

DRK-Kreisverbandsarzt Dr. Frank-Peter Kaesler (re.) und Ausbilder Michael Alberti (2. v. re.) nahmen zusammen mit dem weiteren Ausbildungsteam und mit Unterstützung der Notfalldarstellung des DRK-Ortsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler (li.) die Prüfung für zehn neue ehrenamtliche Sanitätskräfte ab, die alle erfolgreich bestanden. Thorsten Trütgen
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Kreis Ahrweiler. Ein junger Mann liegt in einem Zelt. Sein Gesicht ist blass, die Lippen bläulich. Er stöhnt vor Schmerzen. Der Pullover ist an der vorderen unteren Hälfte blutgetränkt. Eine Gabel steckt in seinem linken Unterarm. Aus der Wunde fließt Blut und tropft auf den Pullover. Zwei Helfer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) eilen herbei. Die Rotkreuzler fragen nach dem Namen und was genau passiert ist. Mit letzter Kraft entrinnt dem jungen Mann der Name „Paul“ und dass er gestolpert sei. Er sei dabei unglücklich in eine Gabel gefallen, die auf dem Boden lag. Diese steckt nun bis zu den Zinken in seinem Unterarm. Nur wenige Sekunden später wird er bewusstlos.

Die Notfalldarstellung des DRK-Ortsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler um Rebecca Dinkelbach hat ganze Arbeit geleistet. Bei genauerer Betrachtung der Wunde erkennt man, dass diese geschminkt ist. Dieser und drei weitere Notfallsituationen, ein Betrunkener mit Kopfplatzwunde und Schädel-Hirn-Verletzung, einer akuten Atemnot und einem Herzinfarkt, mussten sich die zehn Teilnehmer einer DRK-Sanitätsdienstausbildung aus den Ortsvereinen Adenau, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bad Breisig und Weibern am vergangenen Wochenende während der ärztlichen Prüfung stellen.

DRK-Ausbilder Michael Alberti und DRK-Kreisverbandsarzt Dr. Frank-Peter Kaesler beobachten die durchgeführten Hilfeleistungen. Auf Bewertungsbögen werden sämtliche Maßnahmen notiert. Nach rund 20 Minuten stoßen weitere Helfer zu dem Ereignis. Sie stellen den Rettungsdienst dar, der im Realfall nun eingetroffen wäre. Die Prüfungssituation ist beendet und wird intensiv besprochen und ausgewertet.

Die dargestellten Situationen sind dabei keinesfalls unrealistisch. „Eine Situation, wie den Campingunfall, können die Helfer während der Großveranstaltungen am Nürburgring auf den dortigen Campingplätzen erleben. Der Betrunkene mit der schweren Kopfverletzung könnte uns bei den vielzähligen Sanitätswachdiensten während der Karnevalsveranstaltungen begegnen“, erklärt Rettungsassistent und Ausbilder Michael Alberti. An insgesamt vier Wochenenden hat er gemeinsam mit weiteren Kollegen die neuen Helfer mit der 60-stündigen Ausbildung auf ihren Einsatz im Sanitätsdienst des DRK vorbereitet. Vielzählige mögliche Notfallsituationen wurden intensiv besprochen und geübt: Chirurgische, internistische, neurologische und gynäkologische Notfälle wurden genauso behandelt wie die richtige Dokumentation der Hilfeleistungen und die Grundlagen des Ablaufs von Großeinsätzen. Ergänzt wird der Unterricht durch Material und Gerätekunde. Am Ende der Ausbildung steht die ärztliche Prüfung.

„Die Prüfung gewährleistet eine hohe Qualität der Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer. Natürlich ist dies eine Stresssituation, wie sie auch ein realer Einsatz wäre. Wir beobachten die Helfer intensiv und besprechen mögliche Optimierungen in der Hilfeleistung. Diese Erkenntnisse bereiten die Helfer auf ihre realen Einsätze vor“, beschreibt Notarzt Kaesler die Hintergründe der Prüfung der Sanitätsdienstausbildung.

DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Christina Schulz, zuständig für die Ausbildung der Ehrenamtlichen im DRK-Kreisverband Ahrweiler, ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Teilnahmeurkunden und die Fachdienstabzeichen „Sanitätsdienst“ für die DRK-Einsatzjacken zu überreichen. Schulz bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement bei den Lehrgangsteilnehmern, dem ehrenamtlichen Ausbildungsteam und der Notfalldarstellung. „Ihr habt ein anspruchsvolles Ausbildungsprogramm absolviert. Darauf könnt ihr nach dem Bestehen der ärztlichen Prüfung stolz sein“, richtete Schulz motivierende Worte an die frisch ausgebildeten ehrenamtlichen Sanitätskräfte. Ergänzend zu der Sanitätsdienstausbildung werden die meisten Teilnehmer auch noch an der „Helfergrundausbildung“ für den Einsatzdienst des DRK teilnehmen. Nach Abschluss dieser Ausbildung können sie ihren Dienst in der Bevölkerungsschutzeinheit des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler leisten oder sich im Helfer vor Ort-Projekt zum Wohle ihrer Mitbürger engagieren.

Weitere Informationen des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler auf der Homepage www.kv-aw.drk.de.

Kurzinfos über die Arbeit auch bei Facebook unter www.facebook.com/drkkvahrweiler

oder bei twitter unter www.twitter.com/drkkvaw.

DRK-Kreisverbandsarzt Dr. Frank-Peter Kaesler (re.) und Ausbilder Michael Alberti (2. v. re.) nahmen zusammen mit dem weiteren Ausbildungsteam und mit Unterstützung der Notfalldarstellung des DRK-Ortsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler (li.) die Prüfung für zehn neue ehrenamtliche Sanitätskräfte ab, die alle erfolgreich bestanden. Foto: Thorsten Trütgen

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