Sechsteilige Schulung für Angehörige und Ehrenamtliche
Hilfen im Umgang mit demenzkranken Menschen
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am Mittwoch, 3. September um 18 Uhr startet im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler erneut der sechsteilige Grundkurs „Schulungsinitiative Demenz für Angehörige von demenzkranken Menschen und ehrenamtlich an der Betreuung von Menschen mit Demenz Interessierte“.
Mit diesem Schulungsangebot reagieren rheinland-pfälzische Pflegekassen und Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. auf die Tatsache, dass immer mehr Menschen an Demenz erkranken und meist von nur einem Angehörigen gepflegt werden. An der Ahr organisieren der Pflegestützpunkt für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und Gemeinde Grafschaft sowie das Caritas-Fachzentrum Demenz Eifel-Mosel-Ahr die Veranstaltung. „Verwirrtheit, also Demenz, ist eine der häufigsten Krankheiten im Alter. Mehr als eine Million Menschen sind deutschlandweit davon betroffen. Von den rund 50.000 Erkrankten in Rheinland-Pfalz leben schätzungsweise über 2.000 im Kreis Ahrweiler. Die Mehrheit dieser Menschen wird derzeit in der eigenen Häuslichkeit von der Familie versorgt“, verdeutlicht Ute Remshagen vom Pflegestützpunkt Bad Neuenahr-Ahrweiler/Grafschaft die Situation. Neben der körperlichen Belastung hat die Betreuung eines verwirrten Menschen vielfache weitere Auswirkungen auf das Leben und das Miteinander in der Familie. Seelische Beanspruchungen, Hilflosigkeit, Trauer und Aggression führen zu Konflikten und erschweren den Alltag.
Über einen Monat werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer mittwochs auch am 10., 17. und 24. September sowie am 1. und 8. Oktober mit der Welt verwirrter Menschen und den daraus in den Familien entstehenden Anforderungen auseinandersetzen. Nach einer Einführung in die Thematik mit Informationen über Krankheitsbild, Diagnostik, Verlauf und Therapie der Erkrankung widmet sich die Schulung dem Einfluss auf die Familie, einem angemessenen Umgang mit demenziell veränderten Menschen und rechtlichen Aspekten. Beim fünften Treffen geht es um die Themen Bewegen – Führen – Setzen, Körperpflege und um die Beschäftigung und Aktivierung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Der letzte Abend informiert über vorsorgende Maßnahmen, weitere Unterstützung und Hilfe sowie über die örtliche Beratungs-, Betreuungs- und Pflegeinfrastruktur.
Die sechsteilige Kursreihe wird immer mittwochs zwischen 18 und 20 Uhr im Mehrgenerationenhaus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Weststraße 6, von Ute Remshagen vom Pflegestützpunkt für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und Gemeinde Grafschaft durchgeführt. Sprechen werden auch die Fachreferenten Aloysia Meyer-Bartsch, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Dipl. Sozialpädagogin Marion Eisler-Bodtenberg vom Diakonischen Werk, Renate von Ritter, Krankenschwester und Fachkraft für Gerontopsychiatrie und Geriatrie, und Bernd Westbomke, Lehrer für Pflegeberufe und Validation.
Ute Remshagen rät: „Schon jetzt sollten sich Angehörige Erkrankter, aber auch ehrenamtlich an der Betreuung demenzkranker Menschen Interessierte für die kostenlose Schulung anmelden. Auf Anfrage kann auch eine Betreuung des pflegebedürftigen Angehörigen während der Abwesenheit organisiert werden, sodass jeder in Ruhe den Kurs besuchen kann.“ Weitere Informationen und Anmeldung bei Ute Remshagen, Pflegestützpunkt für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und Gemeinde Grafschaft, Bahnhofstraße 5, 53474 Bad Neuenahr, Tel. (0 26 41) 75 98 50 oder 75 98 75, E-Mail: u.remshagen@psp-ahrweiler.de.
