Allgemeine Berichte | 20.11.2014

DRK-Kreisverband Ahrweiler

Hilfsgüter in die Ukraine

68 Betten auf Reisen in Richtung Osten

Die DRK-Gespanne vor dem Aufbruch in die Ukraineprivat

KREIS AHRWEILER. 19 Tonnen Hilfsgüter hat das Auslandshilfeteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Ahrweiler, mit vier Gespannen in die Westukraine geschickt, genauer gesagt in die Stadt Lutsk.

Komplette Krankenzimmer sind dabei auf die Reise gegangen. Auch 68 Betten haben den Weg in die westukrainische Stadt angetreten. Bereits im August hatte das DRK elf Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine gebracht. Unterstützt wurde die Aktion von einer Essener Spedition, die einen zusätzlichen Lkw zur Verfügung stellte.

Dank des großen Ladevolumens wurden so auch sperrige Krankenzimmerausstattungen in Form von 42 Betten, Matratzen und Nachttischen sowie mehr als 100 Kartons Bekleidung verschickt. Die Ladelisten der drei DRK-eigenen Fahrzeuggespanne umfassten weitere 24 Krankenpflegebetten, Rollatoren, Rollstühle, Toilettenstühle, eine Küche, eine Esszimmerausstattung, zwei Schulwandtafeln, 20 Garnituren Schulmöbel, 15 Fahrräder sowie weitere Bekleidung.

Aus zollrechtlichen Gründen kann laut DRK keine direkte Verteilung am Zielort erfolgen. Die Entladung der Hilfsgüter werde von den Zollbeamten überwacht und erfolge in einem vom Ukrainischen Roten Kreuz als Empfänger der Spenden angemieteten Lager. Nach Freigabe der Hilfslieferung durch den Zoll, die einige Zeit dauere, würden die Spenden dann vom Roten Kreuz der Ukraine an die Zielorte verteilt. Wegen dieser Formalitäten nutzten die Rotkreuzler von der Ahr ihre fünftägigen Aufenthalte in der Ukraine, um den ordnungsgemäßen Verbleib vorheriger Hilfslieferungen zu kontrollieren. So wurde beispielsweise im Bezirkskrankenhaus in Kovel die Unfallstation besichtigt, für die 55 elektrisch betriebene Pflegebetten aus der Hilfslieferung vorgesehen sind.

Stolz auf Sozialstation

Stolz präsentierten die Ukrainer ihren deutschen Kameraden eine vom Ukrainischen Roten Kreuz betriebene Sozialstation. In der angegliederten Kleiderkammer finden laut DRK viele deutsche Spenden einen neuen Besitzer.

Das DRK-Auslandshilfeteam des Ahrkreises führt jährlich vier Hilfstransporte in die Ukraine sowie nach Bosnien und Herzegowina durch. Sachspenden sind willkommen. Da sie zwischengelagert werden, sollten etwa Kleiderspenden in Kartons verpackt werden.

Ansprechpartner sind die Rotkreuzbeauftragten Werner Borchert, Tel. (0 26 41) 97 80 15 und Bernd Schricker, Tel. (0 26 55) 25 36. Auch Geldspenden zur Finanzierung der Fahrzeug- und Treibstoffkosten sind willkommen.

Weitere Infos unter www.kv-aw.drk.de

Die DRK-Gespanne vor dem Aufbruch in die UkraineFoto: privat

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