FDP warnt vor Milliardenkredit an Griechenland
„Hilfskredit ist ein Geschenk an Athen“
Bonn. Mit dem FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner trafen die Freien Demokraten aus dem Kreis Ahrweiler in Bonn im Foyer des Kunstmuseums zusammen. Christian Lindner hatte zuvor in einer starken Rede vor rund 200 Gästen des Sommerfestes der FDP-Bonn vor dem nächsten Milliardenkredit für Athen gewarnt und für einen Schuldenschnitt außerhalb des Euro plädiert. „Wenn wir dem Hilfspaket in der jetzigen Form zustimmen, wird aus der Währungsunion eine Transferunion“, erklärte er. Ehrlich wäre stattdessen ein Schuldenschnitt für Athen außerhalb des Euro, so Lindner. „Athen könnte innerhalb der EU bleiben und Strukturhilfen für wirkliche Reformen bekommen“, erläuterte er. Dieser Ansatz würde Griechenland beim Aufbau einer selbsttragenden Wirtschaft helfen und gleichzeitig das Vertrauen in den Euro stärken, gab der FDP-Chef zu bedenken. Der Weg, den die Bundesregierung einschlage, bedeute hingegen für Deutschland größte Finanzrisiken und sei keine funktionierende Rettungsstrategie für Griechenland. „Denn die griechische Regierung, die Reformen umsetzen soll, die sie eigentlich ablehnt, trägt nicht zum Erreichen der Schuldentragfähigkeit bei. Wenn trotzdem ein weiterer Hilfskredit bewilligt wird, dann ist das nichts anderes als ein Geschenk an Athen. Ich halte das für eine Fehlentscheidung“, unterstrich er.
Pressemitteilung der FDP
Kreisverband Ahrweiler
