Meditationslehrer der thailändischen Königsfamilie in Wassenach
Hoher Besuch in der Eifel
Wassenach. Hoher Besuch in der Eifel: Der Meditationslehrer der thailändischen Königsfamilie besuchte den kleinen Ort Wassenach am Laacher See. Der 90-jährige Mönch, Ehrwürdiger Ajahn Tong Sirimangalo, gilt nicht nur in seiner Heimat als einer der hoch entwickeltsten, spirituellen Lehrer. Das Ziel eines jeden Buddhisten ist es, Nibbana zu erreichen, die vollkommene, immerwährende Freiheit von jeglichem Leid. Der Meister zeigt den Weg. Dafür bekam er den königlichen Titel „Phra Dharmamangalajarn“, etwa „Mönch und Lehrer von außerordentlichem Wert für die Lehre von Buddha“. Die Methode nennt sich Vipassana, oft als Achtsamkeitsmeditation übersetzt. Das kann man im Tempel Wat Buddha Vipassana in Wassenach lernen. Bürgermeister, Gemeinderat, Abgeordnete und andere einflussreiche Bürger der Region nahmen die Einladung des ersten Vorsitzenden Reinhard Koll an, bei der Kathina-Zeremonie den großen Lehrer zu erleben. In Wassenach geschieht etwas, das jedoch weit wichtiger ist, als eine beliebige Touristenattraktion. Hier wird Menschen geholfen - auf spirituelle Art. Nicht nur die direkte Nachbarschaft und Bevölkerung am Ort ist dem wohlgesonnen. Den Mönchen, die ganz der Tradition gemäß frühmorgens ihre „Pindapata“ (Almosenrunde) in den Straßen machen, sofern es das Wetter erlaubt, gibt man Obst, Sandwiches oder Joghurt. Auch der Pfarrer besucht den Thai Tempel. Die Mönche vor Ort wurden zur Ehrenbürger-Zeremonie des gebürtigen Wassenachers und Bischofs von Münster Genn geladen und auch das Kloster Maria Laach hat sie empfangen. Es wundert nicht: Der Ehrwürdige Ajahn Tong kannte Papst Johannes Paul II. Hier scheint kein Dissens zwischen Katholizismus und Buddhismus vorzuliegen. Auf dieser Ebene schätzt man die Arbeit des anderen. Dem Team um Reinhard Koll ist zu danken: Sie ermöglichen nicht nur den thailändischen Mitbürgern ein Stück Heimat. Sie machen auch etwas recht Seltenes möglich: Vipassana in der Tradition dieses Meisters kann man sonst nur im Dhammacari-Meditationszentrum bei Landshut und gelegentlich am Bodensee und bei Frankfurt praktizieren. Der gemeinnützige Verein finanziert sich über Spenden. Pressemitteilung
Wat Buddha Vipassana
Meditationszentrum
