SGD Präsident Dr. Kleemann: Räumung in Bad Breisig war notwendig
Illegales Zwischenlagers für Elektroaltgeräte geräumt
Bad Breisig. SGD Präsident Dr. Ulrich Kleemann hat sich in Bad Breisig über den Stand der Arbeiten zur Räumung eines illegalen Zwischenlagers für Elektroaltgeräte informiert. Seit dem 7. April wird im Auftrag der SGD Nord, mit Unterstützung des Abfallwirtschaftsbetriebes Ahrweiler, ein illegales Zwischenlager für Elektroaltgeräte auf einem vermieteten Grundstück an der „Goldenen Meile“ in Bad Breisig geräumt.
Mögliche Grundwassergefährdung
Zuvor hatte sie die Stilllegung und Räumung der Anlage und außerdem die sofortige Entsorgung der dort lagernden Abfälle verfügt. Der Abfallbesitzer war einer Verfügung nicht nachgekommen und konnte die erforderliche Genehmigung für eine solche Abfalllagerung nicht vorlegen. Diese Räumung wurde vor allem in Hinblick auf eine mögliche Grundwassergefährdung erforderlich. Außerdem konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Elektrogeräte illegal als sogenanntes Wirtschaftsgut in Entwicklungs- und Schwellenländer exportiert werden und dort durch nicht fachgerechte Bearbeitung zu erheblichen Gesundheits- und Umweltbelastungen führen könnten.
Umweltgerechte Abfallwirtschaft
„Eine ordnungsgemäße und umweltgerechte Abfallwirtschaft setzt die Einhaltung der zahlreichen gesetzlichen Vorschriften auch von privaten Verwertern voraus. Nur wenn Behörden mit der nötigen Aufmerksamkeit gemeinsam vorgehen kann es gelingen, illegale Aktivitäten und damit verbundene erhebliche Schäden an Mensch und Umwelt, hier in Deutschland, und möglicherweise auch in Entwicklungs- und Schwellenländern, wo derartiger Müll oftmals landet zu verhindern“, so Kleemann. Kleemann dankte dem Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises Ahrweiler für die Unterstützung und gute Arbeit.
Auf gesetzlich vorgeschriebenem Wege entsorgt
Von der ursprünglich in der zweigeschossigen Halle geschätzten Menge an Elektroaltgeräten (ca. 110 Tonnen) wurden zwischenzeitlich 79,4 Tonnen in 21 Container (40m³), verteilt auf die Sammelgruppen von Altgeräten (Haushaltsgroßgeräte/49,8 Tonnen, Kühl-/Klimageräte/21,7 Tonnen, Informations- und Telekommunikationsgeräte sowie Geräte der Unterhaltungselektronik/7,9 Tonnen) geräumt und auf dem gesetzlich vorgeschriebenen Weg entsorgt. Mit dem Abschluss der Räumungsaktion ist in einigen Tagen zu rechnen. Die entstandenen Kosten werden anschließend dem Abfallbesitzer mit einem sogenannten Leistungsbescheid in Rechnung gestellt.
Pressemitteilung der
Struktur- und
Genehmigungsdirektion Nord
