Politik | 08.08.2015

Die Linke informiert sich beim Landrat über die Bedingungen der Initiative

Integrative Praktika dürfen reguläre Arbeitsplätze nicht verdrängen

Kreis AW. Durch die Presse war zu erfahren, dass der Kreis in Zusammenarbeit mit der DEHOGA und der Volkshochschule eine Initiative für Integration und Nachwuchsförderung gestartet hat. Wolfgang Huste, Mitglied im Stadtrat, befürchtet: „Eventuell werden durch diese durchaus gut gemeinte Initiative aber auch regulär bezahlte Erwerbsarbeitsplätze gefährdet, da man hier nur billige Erwerbsarbeitsplätze mit öffentlichen Geldern schafft, zugunsten der Gastronomie, aber auf Kosten der Fachkräfte, deren Arbeitsplätze dadurch verloren gehen könnten.“

Daher hat Die Linke im Kreis Ahrweiler zu dieser an sich begrüßenswerten Initiative einige Fragen an den Landrat und die Kreisverwaltung gestellt: Welchen Status haben die teilnehmenden Flüchtlinge (Aufenthalt bewilligt/ unbewilligt)? Wie lange dauern die Praktika? Erhalten die teilnehmenden Flüchtlinge eine Vergütung? Wenn ja, in welcher Höhe, (zum Beispiel gesetzlicher Mindestlohn)? Wenn nein, warum nicht? Erhalten die teilnehmenden Betriebe einen Zuschuss? Wenn ja, in welcher Höhe? Nach welchen Kriterien werden die Betriebe ausgesucht? Gehen durch diese Einrichtung von Praktikumsstellen reguläre, lohnsteuerpflichtige Arbeitsplätze verloren? Besteht eine Bereitschaft/Verpflichtung zur Übernahme, zum Beispiel in einen regulären Ausbildungsplatz, nach Beendigung der Praktikumszeit?

Marion Morassi, Mitglied für Die Linke im Kreistag: „Ich bin gespannt auf die Antworten, die wir da bekommen werden, und hoffe für die Flüchtlinge, dass sie für ihre Arbeit entsprechend entlohnt werden, entweder durch Geldleistungen oder die Zusicherung auf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Es wäre wünschenswert, wenn sie durch diese Initiative die Sprache schneller erlernen und eine bessere Chance zur Integration bekommen.“

Pressemitteilung

Die Linke Ahrweiler

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