Politik | 09.03.2014

Jugendhilfeverein: Neue Projekte „Globus“ und „Fit für den Job“

Junge Leute mit persönlichen und beruflichen Problemen eingliedern

Im Gespräch beim Jugendhilfeverein: Theo Krayer (vorne), Siglinde Hornbach-Beckers (v.l.), Klaus Kniel, Elisabeth Graff, Dr. Jürgen Pföhler, Petra Rademacher und Silvia Streit. Kreisverwaltung Ahrweiler

Kreis AW. Mit den beiden Projekten „Globus“ und „Fit für den Job“ des Jugendhilfevereins für den Kreis Ahrweiler (JHV) gibt es neue, wertige Angebote für junge Menschen mit persönlichen und beruflichen Problemen. Zu dieser Einschätzung kam Landrat Dr. Jürgen Pföhler bei einem gemeinsamen Besuch des Vereins mit Theo Krayer, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Ahrweiler. Der Kreis und das Jobcenter wüssten die Arbeit des JHV „sehr zu schätzen“, unterstrichen Pföhler und Krayer. Deshalb werde der Verein, ein gemeinnütziger und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, seit seiner Gründung im Jahr 1984 fachlich und finanziell unterstützt. Klaus Kniel, Fachbereichsleiter für Jugend, Soziales und Gesundheit in der Kreisverwaltung, und Jugendamtsleiterin Siglinde Hornbach-Beckers bezeichneten die neuen Programme als weitere wertvolle Stützen der Jugendhilfe.

Die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis Ahrweiler sei niedriger als in vielen anderen Regionen, berichtete Krayer: 4,0 Prozent im Vergleich zu 5,1 Prozent im Land Rheinland-Pfalz, 6,0 Prozent im Bundesdurchschnitt sowie 6,3 Prozent im Rhein-Sieg-Kreis (alle Zahlen Jahresdurchschnitt 2013). Dennoch forderte Landrat Pföhler: „Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen. Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle angeht.“ Dazu sagte die JHV-Vorsitzende Elisabeth Graff: „Zwei wichtige Maßnahmen sind unsere neuen Projekte, die Hilfen zur beruflichen Aktivierung und Eingliederung für junge Menschen bis 25 Jahre anbieten.“ Die Projekte werden finanziell unterstützt vom Jobcenter Ahrweiler, dem Land Rheinland-Pfalz und dem Europäischen Sozialfonds.

„Globus“ steht für die Begriffe Gruppen, Lernen, Orientierung, Beschäftigung, Unterstützung, Sozialpädagogische Begleitung. Es handelt sich um eines der Projekte, mit denen der JHV jungen Menschen für den Einstieg in Arbeit, Ausbildung oder eine weiterführende Qualifizierung vorbereitet. Im Zentrum stehen die Themenfelder Bewerbungstraining, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftspflege sowie Metall/Elektro.

„Fit für den Job“ vermittelt lebenspraktische Themen in Seminarform. Die Schwerpunkte: Berufsorientierungskennung, Optimierung der Bewerbungsunterlagen, Training von Vorstellungsgesprächen, Erprobung unterschiedlicher Praktika, Erwerb beruflicher Qualifikationen. Arbeitsbereiche sind Metall/Elektro, Garten- und Landschaftspflege, Hauswirtschaft. Fortlaufend trainiert werden Deutsch und Mathematik, Biologie und Allgemeinwissen, Computerarbeit sowie Sozialkompetenzen und Arbeitsmethoden. Geschäftsführerin Petra Rademacher und Silvia Streit berichteten, dass der JHV darüber hinaus junge Menschen individuell unter anderem bei persönlichen Schwierigkeiten, Verschuldung, Suchtproblemen und Gesundheitsvorsorge betreut. Der JHV übernimmt auch die Erziehungsbeistandschaften und Betreuungsweisungen zusammen mit dem Jugendamt.

Weitere Informationen beim Jugendhilfeverein für den Kreis Ahrweiler, Peter-Friedhofen-Straße 2, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (ehemaliges altes Jugendhaus an der Ahr), Tel. (0 26 41) 9 18 80, Internet www.jhv-aw.de.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Im Gespräch beim Jugendhilfeverein: Theo Krayer (vorne), Siglinde Hornbach-Beckers (v.l.), Klaus Kniel, Elisabeth Graff, Dr. Jürgen Pföhler, Petra Rademacher und Silvia Streit. Foto: Kreisverwaltung Ahrweiler

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