Romantische Konzerte
Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler begeistert mit romantischem Konzert in Burgbrohl
aus Grafschaft
Burgbrohl. Der Kammerchor Bad Neuenahr-Ahrweiler präsentierte erneut sein diesjähriges Programm am Sonntag, dem 9. August; diesmal in der Kirche St. Joannes der Täufer in Burgbrohl. Unter Leitung von Hendrik Hasenberg verbreiteten die Sängerinnen und Sänger auch hier emotionale Wellen romantischer Musik im Kirchenraum. In den Liedern von Franz Schubert (1797-1828), Johannes Brahms (1833-1897) und Heinrich von Herzogenberg (1843-1900) wogte es zwischen Liebesglück und Liebesleid, rauem, unbehaustem Unterwegssein und erlösendem Ankommen, hoffnungsvoller Sehnsucht und bitterer Täuschung. In einigen Lieder wird der Übergang von Tag und Nacht als besondere Atmosphäre für tiefgehende, verdichtete Erfahrungen besungen. Er steht beispielhaft für existentielle Grenz- und Übergangsbereiche, vom Bewusstsein zum Unterbewusstsein, von der Außenwelt zur Innenwelt, von der Tageslast zur Ruhe.
Die sakrale Antiphon „o sacrum convivium“ von Andrea Gabrieli (1510?-1586) war als Moment des Innehaltens gedacht, um sich dem übergeordneten Thema „Wenn es dunkel wär“, dem Übergang zwischen Tag und Nacht neu zu nähern.
Der Kammerchor überzeugte sein Publikum erneut und brachte die musikalischen Stimmungsschwankungen einfühlsam zum Ausdruck. Fünf Lieder aus Schuberts Winterreise trug die junge Mezzosopranistin Marie-Louise Mensch in einem brillanten Soloauftritt vor und bekam dafür einen besonderen Zwischenapplaus. Chor und Solistin begleitete am Piano Frau Anna Sigalowa. Nach dem Konzert ermöglichte der Chor mit Wein, anderen Getränken und kleinen Snacks, Konzertbesuchern und Aktiven ein gemütliches Beisammensein im Hof neben der Kirche. Das Konzertprogramm wird erneut ein letztes Mal am Samstag, dem 12. September, um 17.00 Uhr in der Kirche St. Peter und Paul in Remagen aufgeführt.
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Sängerinnen und Sänger des Kammerchores Bad Neuenahr-Ahrweiler erfreuten ihr Publikum in der schönen Pfarrkirche in Burgbrohl mit eindrucksvoller Musik unter Leitung von Hendrik Hasenberg. Foto: Andreas Born