Politik | 14.09.2015

FDP der Region und Unterstützer der Landesgartenschau gegen Pläne auf dem Asberg

„Keine Windräder auf den Rheinhöhen!“

Freie Demokraten der Region gegen Windräder am Rhein (v. l.): Christina Steinheuer, stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende im Kreis Ahrweiler, Alexander Buda, FDP-Kreisvorsitzender Neuwied, Ulrich van Bebber, FDP-Kreisvorsitzender Ahrweiler, Nicole Westig, FDP-Kreistagsabgeordnete Rhein-Sieg, Martina Ihrig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Bad Honnef, Bernd Schlegel, FDP-Ortsverbandsvorsitzender Königswinter, Peter Endler, Ehrenvorsitzender der FDP Bad Honnef. privat

Region. Die FDP im Siebengebirgsraum, im Kreis Neuwied und im Kreis Ahrweiler spricht sich gemeinsam gegen den geplanten Windpark auf dem Asberg aus. Der nur 90 Meter von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen entfernte und in der Nähe des „Auges Gottes“ gelegene geplante Windpark gefährde in seiner unmittelbaren Umgebung die Gesundheit von Menschen und beeinträchtigt den Lebensraum von Tierarten empfindlich. Auf Initiative von Martina Ihrig, stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Bad Honnef, trafen sich die Freien Demokraten aus der Region, um ihre Ablehnung von Windparkanlagen am Rande des Siebengebirges zu bestärken.

Die FDP fordert von den Entscheidungsträgern in der Verbandsgemeinde Unkel, die Bedenken aus der Region ernst zu nehmen. „Mit Windkraftanlagen, die die Gemeindeaushalte mit mehreren Hunderttausend Euro aufbessern, dürfen aber nicht die Gesundheit von Menschen und Naturerhaltungsziele des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Siebengebirge gefährden werden“, begründet Ihrig. Die FDP sieht weiter die Gefahr, dass die Erträge der zuletzt in Rede stehenden drei bis fünf Anlagen sich nicht rechnen und die Anlagen nur Einstieg in einen größeren Windpark werden und die Landschaft für Generationen schädigen.

Für die Freien Demokraten aus Rheinland-Pfalz würde das Projekt den Tourismus erheblich gefährden. „Wir leben am Rhein wesentlich vom Tourismus. Die Attraktivität der Rhein-Landschaft würde durch Windräder erheblich beeinträchtigt“, erklärt der FDP-Kreisvorsitzende Ahrweiler, Ulrich van Bebber. „Überlegungen, die nördliche Region des Landes in das Unesco-Welterbe Mittelrhein zu integrieren, mit den positiven Auswirkungen auf den Tourismus, wären chancenlos,“ ergänzt Alexander Buda, Chef der FDP im Kreis Neuwied. Die Liberalen fühlen sich durch die Entscheidung der Struktur- und Genehmigungsbehörde Nord, einen Windpark in der Verbandsgemeinde Loreley abzulehnen, in ihrer Argumentation bestätigt. „Das Siebengebirge hat als Naturlandschaft keine geringere Bedeutung als das Welterbe Mittelrhein“, ist die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Christina Steinheuer aus Ahrweiler sicher.

Der Rhein-Sieg-Kreis hat in seinem Gutachten heftige Kritik an dem von einem Planungsbüro ausgearbeiteten FFH-Verträglichkeitsstudie geübt, es weise „schwerwiegende methodische Fehler auf.“ Durch Schlagschatteneffekte könnten die Lebensräume von Tierarten im südlichen Siebengebirge erheblich beeinträchtigt werden. Diese Bewertung wird auch von den Bürgerinitiativen Romantischer Rhein und Pro-Natur-Park-Pur geteilt.

Für die Honnefer Liberalen sind die Landesgartenschau-Bewerbung und der Ausbau von Windkraftanlagen am Rande des Siebengebirges unvereinbar. Dies ist auch Meinung von Peter Hurrelmann, Sprecher der Unterstützer der Landesgartenschau in Bad Honnef. „Bis zur beginnenden Rheinromantik Ende des 18. Jahrhunderts haben Generationen vor uns hier am Mittelrhein aus wirtschaftlichen Gründen massiv Raubbau an der grandiosen Umwelt betrieben. Ich denke, wir sollten aus der Geschichte gelernt haben und unserer unvergleichlichen Landschaft nicht wieder neue Wunden zufügen.“ Es könne nicht sein, dass die vielen Bemühungen der Siebengebirgsstädte Königswinter und Bad Honnef, das Naturschutzgebiet Siebengebirge attraktiver zu machen, durch die Planung der Nachbargemeinde zunichte gemacht werden. „Der einzigartigen Schönheit des Siebengebirges droht durch die geplanten gigantischen Anlagen erheblicher Schaden. Das finanzielle Eigeninteresse einer kleinen Gemeinde in Rheinland-Pfalz darf nicht zulasten der gesamten Region gehen“ meint der Königswinterer FDP-Landtagsabgeordnete und Vizepräsident Dr. Gerhard Papke. Der Vorsitzende des FDP Ortsverbands Königswinter, Bernd Schlegel, betont, dass sich die FDP Königswinter aus diesen Gründen schon 2013 gegen die Planung des Windparks ausgesprochen hat.

Grundsätzlich wehren sich die Liberalen gegen die Errichtung von Windkraftanlagen auf den Höhenzügen des Rheins , da das Rheintal bereits durch die hohe Belastung durch die Bahn keine weiteren Attraktivitätseinschränkungen mit Auswirkungen auf den Tourismus verkraften kann.

Pressemitteilung des

FDP-Kreisverbands Ahrweiler

Freie Demokraten der Region gegen Windräder am Rhein (v. l.): Christina Steinheuer, stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende im Kreis Ahrweiler, Alexander Buda, FDP-Kreisvorsitzender Neuwied, Ulrich van Bebber, FDP-Kreisvorsitzender Ahrweiler, Nicole Westig, FDP-Kreistagsabgeordnete Rhein-Sieg, Martina Ihrig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP Bad Honnef, Bernd Schlegel, FDP-Ortsverbandsvorsitzender Königswinter, Peter Endler, Ehrenvorsitzender der FDP Bad Honnef. Foto: privat

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