Gemeinde feierte die „St. Lambertus“-Kirmes
Kirmes in Niederlützingen
Kettenkarussell fahren, das Tanzbein schwingen oder an Olympiade teilnehmen
Brohl-Lützing. Kettenkarussell, Kinderkarussell, Schießbude, Verkaufswagen; am vergangenen Wochenende feierte Niederlützingen die „St. Lambertus“-Kirmes. Auf dem zum Kirmesplatz umfunktionierten Raiffeisenplatz sowie in der angrenzenden Lavahalle herrschte reges Treiben. Die verantwortlichen Vereine hatten ein viertägiges Programm zusammengestellt, das Abwechslung und Unterhaltung bot. Den Auftakt machte die „80er/90er Jahre-Party“, die am Abend des Kirmes-Freitags in der Lavahalle über die Bühne ging.
Am nachfolgenden Samstagabend lud die Musikgruppe „Zündstoff“ an gleicher Stelle zum Tanz ein. Leider spielte das Wetter noch so mit wie gewünscht. War am Freitagabend noch herrliches Spätsommerwetter angesagt, so herrschten ab Samstagnachmittag nach Gewitter und starken Regen äußerst widrige äußere Bedingungen.
Der Kirmessonntag begann mit einem Hochamt in der Pfarrkirche „St. Lambertus“. Zelebriert wurde die Messe von Pfarrer Günter Marmann. Nach der Messfeier formierten sich die Abordnungen aller Niederlützinger Vereine zu einem Umzug. An der Spitze saß in einer Kutsche der diesjährige Maikönig des Junggesellenvereins, Florian Wolf. Unter den musikalischen Klängen Tambourvereins „Spielfreunde“ Niederlützingen ging es zunächst zum Wohnhaus der diesjährigen Maikönigin, Christina Horn. Nachdem die Maikönigin abgeholt worden war, ging es weiter bis zur Lavahalle. Aufgrund des schlechten Wetters musste JGV-Fähnrich Andreas Ackermann die Fahne in der Halle schwenken und auch das Maikönigspaar tanzte seinen Maikönigspaartanz in der Lavahalle.
Diese verwandelte sich am frühen Sonntagnachmittag in eine große Cafeteria. Angeboten wurden Kaffee und leckerer selbst gebackener Kuchen. Gleichzeitig begann dort die traditionelle „Kirmes-Olympiade für Jedermann“. Die Organisatoren Karl Schmidtke und Achim Schmitz - sie wurden von Karsten Schmitz als Juror unterstützt - hatten sich wieder allerhand unterhaltsame Spiele ausgedacht und luden interessierte Vereine, Freundeskreise, Gruppen und Familien zum Mitmachen ein. In diesem Jahr machten insgesamt acht Mannschaften mit. Den Teams boten sich interessante Aufgaben. In der ersten Runde war Treffsicherheit verlangt, galt es doch, Tischtennisbälle in Becher zu befördern. In der zweiten Spielrunde, dem „Pizzaturm bauen“, waren eine ruhige Hand und Schnelligkeit gefordert. Beim dritten Spiel - hier mussten Toilettenpapierrollen in ein Spielfeld geschoben werden - war Genauigkeit verlangt. Absolut unterhaltsam dann das vierte Spiel: Wettmelken. Hier war nicht nur Kraft, sondern auch Technik erforderlich. Die Teilnehmer mussten innerhalb einer bestimmten Zeit so viel Wasser wie möglich aus einem künstlichen Euter melken. Nach spannendem Wettbewerb setzte sich schließlich ein Team des „Mopedclubs“ durch und wurde Dorf-Olympiasieger 2014 vor der Mannschaft der Jugendfeuerwehr und dem Quartett des Badmintonclubs, die beide gemeinsam Rang zwei belegten. Hans-Peter Bley sorgte den gesamten Nachmittag über für die nötige musikalische Unterhaltung der Kirmesbesucher.
An Kirmesmontag trafen sich die Mitglieder des Junggesellenvereins an der Schießbude, um ihren Kirmesschützenkönig auszuschießen. Nach einem äußerst spannenden Wettbewerb setzte sich schließlich Routinier Daniel „Lücke“ Grusdat durch und wurde JGV-Kirmeskönig 2014. Am Abend stand dann die „Feierabend-Party“ an. Traditionell veranstaltete der Junggesellenverein zum Abschluss der Kirmes sein „Kirmesbegraben“. Florian Gammel lies in seiner Kirmes-Predigt Höhepunkte und Besonderheiten der vier Festtage auf amüsante Art und Weise Revue passieren und sorgte damit für einen gelungenen Abschluss der Niederlützinger Kirmes 2014.
AS
