Lokalsport | 15.06.2015

Tischtennis Regionstag an der Mosel

Kommt die Vierer-Mannschaft in der 2. Kreisklasse?

TT-Sportler mit Versammlung zu Gast in Löf

Die bronzene Ehrennadel des Sportbundes gab es für Hans-Pete Führer (mitte) und wurde von Fritz Langenhorst (r.) und Ingo Terschanski (l.) überreicht. BL

Kreis Ahrweiler. Zum zweiten Mal fand das Treffen der Vertreter der Tischtennisvereine und Abteilungen der Region Ahrweiler/Mayen-Cochem in Löf an der Mosel statt. 30 der insgesamt nur noch 48 in der Region organisierten Vereine hatten ihre Vertreter entsandt.

Nachwuchsmannschaften schwinden

Auch die Vorzeige-Region im Tischtennisverband bleibt vom allgemeinen „Schwund“ in der Tischtennis-Szene nicht verschont. So haben sich gleich zwei Vereine aufgelöst und die Zahl der gemeldeten Jugendmannschaften ist von 61 in der Vorsaison auf 51 gefallen. Als vor drei Jahren der Regionstag erstmals in Löf stattfand, lagen gar noch 79 Meldungen vor. Grund genug für Regionsvorsitzenden Ingo Terschanski (Sinzig) die Vereine in Sachen Jugendarbeit in die Pflicht zu nehmen. Günter Lung (Mendig), Ressortleiter Leistungssport, hatte mit seinem markanten Spruch „Wer ohne Jugend lebt, stirbt“ in eine ähnliche Kerbe geschlagen. Vor allen Dingen viele kleine Vereine gehen in der Saison ohne eine einzige Nachwuchsmannschaft an den Start. „Die Zusammenarbeit mit den Schulen wird in Zukunft der Schlüssel sein“, warb Terschanski für Aktivitäten in diese Richtung.

Antrag auf Vierermannschaft gestellt

Die Einführung der Vierermannschaft in der zweiten Kreisliga scheint möglich und in der übernächsten Saison wahrscheinlich. Dieter Angst, Vereinsvertreter des TV Cochem und einstiger TTVR-Präsident, hatte diesen Antrag gestellt. Es gab übrigens keine Kampfabstimmung, sondern ein empfehlendes Meinungsbild an den Vorstand. Vor allem die kleinen Vereine waren für die Vierermannschaft, während die Großen wie etwas der TTC Karla, die SG Sinzig/Ehlingen und der TuS/PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler für die Beibehaltung der Sechser-Teams votierten. Die Argumente beim Lieblingsthema der vergangenen Jahre waren den diskutierfreudigen TT-Vertretern bestens bekannt. Franz Homscheid, hauptamtlicher Geschäftsfrüher beim TTVR, brachte es auf den Punkt: „Jede Seite hat aus ihrer Sicht irgendwie recht und dann doch nicht.“ Zwar hatte Regionsspielleiter Andreas Ueberbach (Kripp) seine liebe Mühe die 2. Kreisklasse auf Sollstärke zu bringen. Aber in anderen Regionen, die bereits bis hin zur Kreisliga auf Vierermannschaften umgestellt haben, ist die Problemlage nicht anders gestaltet. Unter der Hand wurde in Löf schon ein Kompromiss gehandelt. Zur Spielzeit 2016/2017 könnte trotz aller damit verbundenen organisatorischen Schwierigkeiten eine Staffel der 2. Kreisklasse mit Vierer-Team eine andere mit Sechsermannschaften an den Start gehen. Die Entscheidung liegt aber letztlich beim Regionsvorstand.

Ehrennadel für Hans-Peter Führer

Ehrengäste waren Kreissportvorsitzender Fritz Langenhorst, TTVR Geschäftsführer Franz Homscheid und Löfs Bürgermeister Rudi Zenz. Der Bürgersaal der Sonnenringhalle in Löf erwies sich als idealer Versammlungsort. Zumal die Helfer der Tischtennisabteilung des SV Hatzenport-Löf um Thomas Groß beste organisatorische Vorarbeit geleistet hatten. Im Mittelpunkt der Versammlung standen einmal mehr die Ehrungen der Meister und Pokalsieger und natürlich auch die Verleihung der Leistungspokale im Nachwuchsbereich. Eine Ehrung gab es am Rande für den Schulsportbeauftragen Hans-Peter Führer (Niederzissen). Aus der Hand von Fritz Langenhorst erhielt er die bronzene Ehrennadel des Landessportbundes. Feststellbarer Trend: Die Zahl der Tischtennisvereine und Abteilungen in der Region geht zurück. Und gerade beim Nachwuchs gibt es nicht nur bei den Mannschaftsmeldungen, sondern auch bei den Teilnehmerzahlen bei Meisterhaften und Ranglisten „Schwund“. Im gesamten bleibt die Region aber mit 191 Meldungen Rekordhalter im Rheinland.

Umfangreiche Informationen zum Geschehen in der Tischtennisszene gibt es im Internet unter www.aw-my-coc.ttvr.net.

Die bronzene Ehrennadel des Sportbundes gab es für Hans-Pete Führer (mitte) und wurde von Fritz Langenhorst (r.) und Ingo Terschanski (l.) überreicht. Foto: BL

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