Allgemeine Berichte | 16.08.2014

Eifelverein Bad Breisig e.V. hatte zur Sonntagswanderung eingeladen

Krahnenberg und Hohes Kreuz erwandert

Die Wanderer des Bad Breisiger Eifelvereins genossen den Ausblick auf dem Andernacher Krahnenberg.Privat

Bad Breisig. Die Aktiven des Eifelvereins machten sich auf den Weg einer Sonntagswanderung nach Andernach. Um 9.30 Uhr traf man sich auf dem PKW-Parkplatz Tennishalle in Bad Breisig. In Anbetracht des regnerischen Wetters wurde gemeinsam überlegt, ob man wie vorgesehen wandern soll, also den Butterpfad in Rengsdorf auf der anderen Rheinseite, eine 12km lange Streckenwanderung ohne eine Unterstellmöglichkeit unterwegs, oder ob die geplante Wanderroute für die Sonntagswanderung geändert werden soll. Die Überlegungen waren unbedingt notwendig, weil Unwetter mit Starkregen und Gewitter im Wetterbericht vorausgesagt waren. Kurzentschlossen fuhr man nach Andernach. Gelegen in der Bucht zwischen dem Krahnenberg und dem Hügelchen wurde die Stadt Antunnacum im 1.-5.Jahrhundert nach Chr. als römisches Militärlager -einem Kastell- gegründet. Das erste Ziel der Wanderung war die Kanzel auf dem Krahnenberg; dies ist ein auf einen Fels gelegenen Vorsprung, der mit einem Eisengeländer gegenüber dem Abgrund gesichert ist. Die weite schöne klare Sicht auf den Rhein, auf die Stadt Andernach, auf das gegenüberliegende Ufer und auf Leutesdorf ließ alle staunen. Ein herrlicher Blick beeindruckte so, dass ein gemeinsames Foto als Erinnerung unbedingt notwendig war. Weiter ging es den Berg hinauf zum Siebengebirgsblick am Waldrand vorbei, durch die Felder zunächst zum Hochkreuz, ein 2,50 m hohes Steinkreuz, welches die Andernacher Bürger 1924 restauriert und wieder aufgestellt haben. In das Kreuz ist auch das Wappen der Stadt Andernach eingemeißelt, ein schwarzes Kreuz mit zwei überkreuzliegenden roten Schlüsseln. Unterwegs waren die Wege gut ausgeschildert, mit Eifelvereinszeichen, mit dem Europaweg E8, dem Zeichen Rheinburgenweg, von Wanderzeichen der Stadt Andernach z.B. „kleine Runde Nr. 3“ und noch viele andere Wanderzeichen, sodass ein Verirren nicht möglich ist, wenn man den Hinweiszeichen folgt. Gegen 12 Uhr präsentierte sich der Siebengebirgsblick, eine Aussicht auf das in der Ferne liegende Siebengebirge. Man wollte in der dort erwarteten Wanderhütte Rast machen, aber leider war diese verschwunden. Dafür stand eine Bank dort, die natürlich auch zur Mittagspause mit Rucksackverpflegung genutzt wurde.

Ein weiteres Foto wurde gemacht und man konnte wettermäßig ganz entspannt sein, da von den angekündigten Unwettern noch nichts zu sehen war. So wurde nach kurzer Pause der Krahnenberg weiter zu Fuß erwandert.

Auf dem Krahnenberg gab es aber früher auch eine Krahnenbergbahn, die 1895 in Betrieb genommen wurde, auf 514m überwand diese Bahn 145m Höhe, um auf den 216m hohen Krahnenberg zu fahren. Es war eine Standseilbahn mit 33% Gefälle, die noch bis 1941 in Betrieb war, aber 1948 abgebaut und verschrottet wurde. Der Krahnenberg selbst hatte für Andernach immer eine militärische Bedeutung; es gab z.B. die Krahnenberg-Kaserne, die Gründungskaserne der Bundeswehr, erbaut im Jahr 1934. Im Jahre 2009 wurde die letzte verbliebene Holzbaracke unter Denkmalschutz gestellt und soll heute ein Museum beinhalten. Das Gewitter und der Starkregen erreichte die Wandergruppe dann doch noch, allerdings erst kurz, bevor sie nach 10km Wanderung auf dem Krahnenberg den Parkplatz erreichten, um sicher in ihre Auto steigen zu und den Heimweg antreten zu können. So war Entscheidung, die Sonntagswanderung auf den Krahnenberg nach Andernach zu verlegen nicht nur richtig, sondern stellte sich zudem noch als kürzere aber sehr schöne Alternative heraus. Die nächste Sonntagswanderung findet am 31. August in die Region Andernach statt.

Treff ist um 9.30 Uhr PKW-Parkplatz-Tennishalle Bad Breisig - Abfahrt von dort. Die Wanderstrecke beträgt etwa 10km, Rucksackverpflegung vorgesehen. Wanderführer ist Hans-Jürgen Steer aus Andernach; er steht bei Fragen unter Telefon 02632 43988 gerne zur Verfügung.

Die Wanderer des Bad Breisiger Eifelvereins genossen den Ausblick auf dem Andernacher Krahnenberg. Foto: Privat

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