Lokalsport | 17.06.2014

28. Bad Breisiger Segelflugwoche ging zu Ende

LSC Erftland war nach fünf Tagen das erfolgreichste Team

Das Team Gunter und Thomas Schmidt schiebt die ASH25 nach der Neutralisation wieder zum Hänger.TroPhoto Udo Schumpe

Bad Breisig. Die Rekordhitze am Pfingstwochenende brachte keine Wertungsflüge auf dem Segelfluggelände Mönchsheide mehr. Sportleiter Gerd Döpner vom gastgebenden Luftsportverein Mönchsheide (LVM) musste das bereits startbereite Feld von 27 Segelflugzeugen unverrichteter Dinge wieder den Weg zu den Hängern antreten lassen, denn wie schon am Vortag gab es in der warmen Luft keine ausreichende Thermik, um einen fairen Wettbewerbsflug für die drei Klassen zu ermöglichen. So ging die 28. Ausgabe der Bad Breisiger Segelflugwoche mit fünf gültigen Wertungstagen zu Ende.

In der Clubklasse gewann erwartungsgemäß Thomas Wartha (LS8/15m), dicht gefolgt von Nicole Lauer (LS4). Von Beginn an führte das Team vom LSC Erftland die Wertung an. Nur am letzten Wertungstag konnte Dr. Martin Wagner (DG100) in diese Phalanx einbrechen. Der Fluglehrer vom LV Mönchsheide konnte sich damit in der Gesamtwertung auf Platz vier vorarbeiten, Robert Vietoris (ASW20) vom LSV Grenzland aber nicht mehr von Platz drei verdrängen. hbAuch in der Doppelsitzerklasse ging der Gesamtsieg nach Bergheim. Mit dem Team Richter/Richter/Hannemann (Duo Discus) stand auch hier kein unbekanntes Team ganz oben auf dem Podest. Dass Konstanz ein wichtiger Faktor ist, zeigte das Team um die Zweitplatzierte Caroline von Schönebeck vom Aeroclub Bonn-Hangelar (Duo Discus). An vier Tagen erflog sie mindestens Tagesplatz zwei. Karin Wiesenthal mit Co Markus Geisen (Arcus M) auf Platz drei und Alice Toups (Janus CM) mit Co Ernst Durwen auf Rang vier zeigten, dass auch mit den Damen vom LV Mönchsheide immer zu rechnen ist. Das neue Flagschiff des LVM unter Führung von Heinz Koch (Duo Discus T) platzierte sich am Ende auf Rang acht.

Das erwartet knappe Duell in der offenen Klasse entschied Oliver Knischewski (LS8/18m), ebenfalls vom LSC Erftland, vor Gunter und Thomas Schmidt vom LSV Egge (ASH25) für sich.

Mit bis zu 400 Kilometern Länge fielen die Strecken dieses Jahr deutlich größer aus als noch im vergangenen Jahr. Insgesamt legten die Teams bei rund 120 Starts knapp 30.000 Kilometer zurück - und das allein mit der Kraft der Sonne. Dass die Wettbewerbsleitung ein gutes Händchen bei der Aufgabenstellung hatte, zeigt auch, dass nur rund 20 Mal die Segler nicht den Weg zurück auf die Mönchsheide schafften. Sie mussten den Heimweg im Hänger antreten oder sich von einem anderen Flugplatz zurückschleppen lassen - in einem Segelflugwettbewerb ein normaler Vorgang.

„Jeder merkt, dass die Wettbewerbsleitung mit Herz und Seele bei der Sache ist“, so Thorsten Grether, der zum ersten Mal den langen Weg von Baden-Baden bis auf die Mönchsheide gemacht hatte. Er drückt damit den Geist aus, der für knapp zwei Wochen über einem der schönsten Segelfluggelände in Rheinland-Pfalz wehte: sportlich faires Fliegen unter Wettbewerbsbedingungen, gepaart mit einer freundschaftlichen Atmosphäre. „Vor allem das schwierige Wetter hat uns allen einiges abverlangt“, resümiert Meteorologe Bernd Fischer. „Aber ich glaube, jeder freut sich darauf, wenn es zu Christi Himmelfahrt 2015 heißt: Es ist wieder BBSW auf der Mönchsheide.“

Die Hitze am Pfingstwochenende machte auch den Segelfliegern zu schaffen. Rolf Bieckmann (SFG Münster-Telgte) verschafft sich vor dem Start einen kühlen Kopf unter dem Sonnenschirm.

Die Hitze am Pfingstwochenende machte auch den Segelfliegern zu schaffen. Rolf Bieckmann (SFG Münster-Telgte) verschafft sich vor dem Start einen kühlen Kopf unter dem Sonnenschirm.

Das Team Gunter und Thomas Schmidt schiebt die ASH25 nach der Neutralisation wieder zum Hänger.Foto: TroPhoto Udo Schumpe

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