Tag des offenen Denkmals: Das Brohltal ist wieder mit dabei
„Macht und Pracht“
Am Sonntag, 10. September
Niederzissen. „Macht und Pracht“ heißt das bundesweite Motto des Tags des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September in diesem Jahr. Das Thema besticht durch sehr breite Interpretationsmöglichkeiten, die es den Veranstaltern und Organisatoren leicht machen, Anknüpfungspunkte für die Präsentation des jeweiligen Denkmals zu finden. Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Dies geschieht durch Form- und Materialwahl, den Einsatz von Technik und Technologien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebundenen Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Vieles davon wird als vollkommen selbstverständlich wahrgenommen, einfach, weil das baukulturelle Erbe als gegeben angenommen wird. Der Tag des offenen Denkmals 2017 möchte Denkmalbesitzer und die Besucher dazu anregen, sich mit den vielfältigen Ausdruckformen von „Macht und Pracht“ in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte einmal bewusster auseinanderzusetzen. So öffnet die mittelalterliche Burg Olbrück von 11 bis 18 Uhr ihre Pforten und gewährt einen Einblick in die spannende Geschichte der Burg. Am Tag des offenen Denkmals ist neben einer kostenlosen Burgführung um 14 Uhr auch Familie Dippel wieder mit den großartigen Vögeln auf der Burg zu Gast und bietet den Burggästen eine „Falknerei zum Anfassen“ mit Flugshows, lebendigen Unterricht und Fotoaktion. Vor Ort erfahren die Besucher alles über Greifvögel, Eulen und die Falknerei. Die „mutigen“ Gäste dürfen die Vögel auch streicheln und sie mit dem Handschuh auf die Hand nehmen, wobei selbstverständlich tolle Erinnerungsfotos gemacht werden können.
In der ehemaligen Synagoge in Niederzissen finden zwei Führungen am Tag des offenen Denkmals statt: Um 14 Uhr und 16. Uhr. Die ehemalige Synagoge öffnet ihre Türen von 13 bis 18 Uhr. Hier gibt es Geschichte zum Anfassen. Nach der Renovierung der ehemaligen Synagoge und deren Eröffnung im März 2012 steht das Gebäude, das 1938 durch die Nationalsozialisten geschändet, entweiht und danach über 70 Jahre als Schmiede genutzt wurde, wieder der Öffentlichkeit offen. Im angrenzenden ehemaligen Werkstattanbau befindet sich das jüdische Museum mit einer ständigen Ausstellung zur Geschichte des Synagogengebäudes, des jüdischen Lebens einst und jetzt, sowie des Gedenkens der aus der ehemaligen Synagogengemeinde deportierten Juden.
In der Propstei Buchholz werden in der Zeit von 10 bis 17 Uhr je nach Bedarf Führungen und ein Diavortrag angeboten. Zudem bietet der Förderverein Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde an. Seit nunmehr fast 900 Jahren existiert oberhalb von Burgbrohl und Weiler die Propsteikirche St. Servatius in Buchholz. Am 11. November 1984 wurde der Förderverein zur Wiederherstellung und Erhaltung der Propsteikirche Buchholz e. V. gegründet. Seither arbeiten die ehrenamtlichen Mitglieder des Fördervereines mit finanzieller Unterstützung von Bund, Land, Bistum, Firmen aber auch von Privatpersonen an dem Wiederaufbau der Kirche.
In der Vulkanregion Laacher See öffnen außerdem die Alte Propstei in Kruft und der Florinshof Obermendig von 11 bis 18 Uhr die Türen für interessierte Besucher. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen
Zum Tag des offenen Denkmals im Brohltal: Tourist-Information Vulkanregion Laacher See, Tel. (0 26 36) 19 43 3. Nähere Infos zum deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals unter www.tag-des-offenen-denkmals.de .
Pressemitteilung der
Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal
